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Izzy hatte die ganze Zeit seinen Teebecher umklammert und vor sich hin gestarrt. Langsam führte er den Becher an seine Lippen , nahm einen kleinen Schluck. " So geht das nicht", flüsterte er tonlos und nahm erneut einen Schluck. " Das kannst du nicht machen." Mit leerem Blick sah er Carly an. " Was sollte das?" fragte er sie und war dabei ganz ruhig. " Was ist das zwischen euch?" murmelte Carly und ihre Augen füllen sich mit Tränen, sie wüßte, dass sie es übertrieben hatte. " Eine ganz einfache, aber gute Freundschaft. Wir verstehen uns gut. Wir sind auf einer Wellenlänge und haben Spaß wenn wir uns bei solchen Veranstaltungen treffen. Es bringt einen mal auf andere Gedanken, wenn wir hier herum flachsen." " Aber es kommt mir nicht wie einfaches herum flachsen vor. Es sieht aus als ob ihr flirtet," flüsterte sie und schämte sich für ihre Aktion. "Mein Gott Carly, sie ist 16!" Ratlos rieb sich Izzy mit seinen Händen durchs Gesicht. " Sie ist fast 6 Jahre jünger als ich. Wenn ich dich nicht lieben würde, hätte ich dich nicht gebeten her zu kommen, oder?" Ernst sah er sie an, " Wann wird dir endlich klar, dass ich nur dich liebe." Nervös kaute Carly auf ihrer Unterlippe herum. Die Tränen liefen ihr übers Gesicht, mit einem Mal kam ihr ihr Verhalten JD gegenüber dumm vor. " Ich denke, ich sollte mich bei dir und JD entschuldigen", schluchzte sie. Izzy legte seinen Arm um ihre Schultern und zog sie zu sich heran, tröstend küsste er ihre Stirn und wischte ihre Tränen weg." Hey, nicht weinen," flüsterte er. " Ich komm mir so dumm vor. Ich weiß auch nicht , warum das immer wieder passiert, es tut mir leid," entschuldigte sie sich bei Izzy. " Ist schon ok, komm laß uns zur Garderobe gehen," sagte er , lächelte sie an und hauchte ihr einen Kuss auf ihre Lippen. Sie verließen beide den Cateringbereich und gingen zu den Garderoben. Dort kam ihnen vollkommen aufgeregt Bea und Leon entgegen gelaufen. " Izzy, hast du JD gesehen, wir können sie nicht finden und haben doch gleich ein Interview", keuchte Leon und blieb vor ihm stehen. Bea , die eigentlich die Ruhe in Person war, sah Carly an und flippte total aus. " Es ist alles deine Schuld. Du und deine Eifersucht, dein Theater... wenn sie sich was antut, mach ich dich fertig, ich schwör es dir" fauchte sie dann und ging auf Carly los. Leon und Izzy hatten Mühe Carly von Bea zu befreien. "Jetzt beruhige dich", schnauzte Leon Bea an und hielt sie weiter fest. Carly war hinter Izzy geflüchtet. " Geh in die Garderobe", wies er sie an und schob sie dann an Bea vorbei. Als Carly außer Reichweite von Bea war, wandte er sich Bea und Leon zu. " Spinnst du nun auch .Was sollte das? Und warum sollte sie sich was antun?" , knurrte er Bea an. " Weil es ihr schlecht geht? Weil sie irgend etwas hat , aber mit keinem darüber redet und das schon seit Monaten und es immer schlimmer wird!" fauchte sie Izzy an und Leon hatte bedenken , ob er sie loslassen konnte oder sie sich dann auf Izzy stürzen würde. " Hm" , grummelte Izzy und ihm fiel wieder diese Traurigkeit in ihren Augen ein, die immer mal wieder hoch kam. " ich denke, ich weiß wo sie ist", murmelte er, ließ die beiden stehen und machte sich auf den Weg. Die beiden folgten ihm schnellen Schrittes und blieben erstaunt vor der Notausgangtür stehen. "Wo geht’s den da hin?" fragte Leon ganz außer Atem. " Aufs Dach" , antwortete Izzy kurz angebunden und öffnete die Tür. Schnell rannte er die Treppen nach oben. Er betet ,dass sie da war und noch keine Blödsinn gemacht hatte, aber eigentlich schätzte er sie so auch nicht ein. Er war verwirrt. Warum hatte er es nicht bemerkt, dass es ihr nicht gut ging? Wieso sprach sie mit niemanden darüber? Oben angekommen holte er erst einmal tief Luft und wartete bis Leon und Bea aufgeschlossen hatten. Dann öffnete er die Tür und sie traten nach draußen. Er blickte sich um und sah sie. Sie hockte am Rand wo er 2 Stunden zuvor gestanden hatte. Sie hatte ihre Arme um ihre Beine geschlungen und wiegte ihren Körper vor und zurück. Bea und Leon wurden ganz blaß. Um nicht laut aufschreien zu müssen , biß sich Bea in die Hand. Izzy ging langsam Richtung JD. Sie bemerkte ihn gar nicht und starrte einfach nur geradeaus.

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Izzy hockte sich hinter sie. Er umarmte sie und ließ sich nach hinten fallen, so dass sie zwischen seinen Beinen Platz fand. Langsam näherten sich Bea und Leon. " Hey, alles ok mit dir?" raunte Izzy JD ins Ohr ." Ja", flüsterte sie kaum hörbar und nickte leicht. " Fängt eurer Interview nicht gleich an?", rief er den beiden zu. " JA, aber...", wollte Leon antworten, kam aber nicht weiter, weil er von Izzy unterbrochen wurde. " Dann geht hin, ich mach das hier schon" und schickte sie weg. Als sie durch die Tür verschwunden waren , stand er auf ohne sie loszulassen und zog sie mit hoch. Er hielt sie fest in seinen Armen. Langsam ging er mit ihr zur Mauer und setzte sich davor. JD ließ er wieder zwischen seinen Beinen sitzen. Er hielt sie von hinten umarmt und sie lehnte sich an seine Brust an. " Was machst du nur für Sachen," flüsterte er ihr ins Ohr. Ein trauriges Lächeln huschte ihr kurz über die Lippen. " Babe, was ist los?" fragte er besorgt. " Ich kann nicht mehr" murmelte sie tonlos. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter und schloss ihre Augen. Beruhigend streichelte er ihren Bauch. " Was kannst du nicht mehr?" fragte er dann leise nach. Sie schwieg einen Moment. Dann holte sie tief Luft und er bemerkte wie sie leicht zu zittern begann. Er intensivierte seine Umarmung um ihr zu zeigen, dass er für sie da war. " Ist es wegen dem Streit vorhin?" hakte er weiter nach. Sie schüttelte leicht ihren Kopf. " Du läßt nicht locker, oder?" seufzte sie. " Nein, dieses Mal nicht", sagte er ernst. Wieder schwieg sie, doch gerade als Izzy ein weiteres Mal nachsetzten wollte , fing JD an zusprechen. Es fiel ihr nicht leicht, das merkte er sofort, aber er wüßte, dass es ,wenn sie sich wirklich so zurückgezogen hatte, wie Bea und Leon das behauptet hatten, unbedingt raus mußte. Vielleicht hatte er keine Antwort auf ihr Problem, aber er würde alles tun um ihr zu helfen eine Lösung zu finden. " Weißt du wie es ist, wenn du jeden Tag von morgens bis abends auf 10 000 Umdrehungen läufst , alle um dich herum wuseln und du nicht eine Minute Zeit hast auch nur einen klaren Gedanken zu fassen? Es ist als wenn man in einem Karussell sitzt und es nicht anhalten kannst. Und dieses Karussell wird immer schnell. Anfangs sitzen noch ganz viele Freunde mit drauf, doch immer mehr springen ab, nur du selbst traust dich nicht zu springen. Und je schneller es wird, desto kleiner ist die Chance, dass noch einer übrig bleibt, bzw. noch jemand mit aufspringt und die Fahrt gemeinsam mit dir durch steht. Am Anfang bis du noch süchtig nach diesem Karussell, aber am Ende merkst du , dass du alleine da stehst und deine Freunde weg sind, weil sie nicht warten konnten oder wollten, bis du es verlassen hast. Dann stehst du da ganz alleine und weil niemand mehr da ist, steigst du wieder ein und drehst weiter deine Runden, obwohl du eigentlich gar nicht mehr willst. Abends dann hält das Karussell und du mußt aussteigen, stehst aber wieder ganz alleine da und fühlst dich dann leer und verlassen. Das Kribbeln im Bauch ,was du während der Fahrt hast, ist weg. Und du fängst an es zu vermissen, du kannst es nicht mehr erwarten, bis es wieder beginnt, du bist süchtig danach und dass obwohl du es eigentlich haßt jeden Tag wieder auf das Karussell zu müssen, aber trotzdem lächelst du." Ihre Stimme wurde immer brüchiger und ihr liefen die Tränen in Strömen über ihre Wangen. Sie hatte es noch nie ausgesprochen , aber sie fühlte wie es den Knoten in ihr löste. Izzy war sprachlos. Er hatte mit vielem gerechnet, aber nicht ,dass sie sich so einsam, alleine und hilflos fühlte. Sie stellte immer eine so starke Persönlichkeit da, die nichts und niemand klein kriegen konnte , doch in ihrem Inneren saß ein kleines , trauriges Mädchen , was um Hilfe rief und es doch niemand zu hören schien, weil sie sich so gut verstellen konnte. Aber irgendwann würde es sie kaputt machen, sie würde daran zugrunde gehen. JD drehte sich nun zu ihm um. Er zog ihre Beine über seines. Schweigend sah er in ihre mit Tränen gefüllten Augen und er schluckte , diese Traurigkeit , die er dort sah, trieben auch ihm fast die Tränen in die Augen , aber er wollte stark sein. Stark für sie. Er hatte keine Worte für das, was sie ihm anvertraut hatte, aber er zeigte ihr mit seiner Anwesenheit und seinen Berührungen, seinen intensiven Umarmungen, dass sie nicht alleine war , das es jemanden gab, der für sie da war, zumindest in diesem Augenblick. Aber was würde sein, wenn sie wieder durch diese Tür in die "andere" Welt schritten? Wer würde dann für sie dasein?

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JD kroch förmlich ihn in hinein. Er hielt sie fest in seiner Umarmung. Sie hatte ihren Kopf an seine Brust gelegt. Leise begann er ein altes Kinderlied zu summen. Es verfehlte seine Wirkung nicht und langsam beruhigte sie sich etwas. Sie waren so vertieft, daß sie nicht bemerkten, dass sie nicht mehr alleine auf dem Dach waren. Carly mit Chris im Schlepptau näherten sich. Als sie Izzy und JD so vertraut an der Mauer sitzen sah, dachte sie explodieren zu müssen. Ihr Herz schlug bis zum Hals und die ansteigende Wut ließ ihren Körper eine angespannte Haltung annehmen. Sie beschleunigte ihren Schritt und Chris hatte Mühe mitzuhalten. Er ahnte böse, wußte aber auch nicht wie er Carly aufhalten konnte. Nun sah auch Izzy Carly und während er sich innerlich auf die Szene seines Lebens einstellte, raunte er JD zu, dass sie im Anmarsch war. Mit einem kleinen, ironischen Lacher nahm sie es zu Kenntnis. Ihr war es egal, was auch immer nun passieren würde. Wie als wenn Izzy sie vor dem nahenden Unheil schützen wollte, intensivierte er noch einmal seine Umarmung und gab JD das Gefühl beschützt zu sein. Vor Wut schnaubend kam Carly vor den beiden zu stehen. Izzy sah ihr direkt in die Augen. Ihre Augen funkelten ihn böse an. " Was macht ihr hier??" fauchte sie ihn an und er hatte für einen kurzen Moment das Gefühl ihren Hass, der sich in ihrer Stimme wieder spiegelte geradezu spüren zu können. " Nichts", antwortete er trocken, strich JD über ihren Rücken und hielt ihrem Blick stand. " Komm laß gut sein", flüsterte JD und löste sich von Izzy. Sie blickte hoch zu Chris und Carly, die sie erschrocken anstarrten. " Was ist?" Fragte sie leicht gereizt "Noch nie jemanden gesehen, der geheult hat?" Wieder stiegen ihr die Tränen in die Augen. Sie machte den Versuch aufzustehen, aber Izzy hinderte sie daran. Er zog sie wieder an sich, ein kurzer Augenkontakt reichte. Er gab ihr zu verstehen, dass er sie so nicht gehen lassen würde. Mit einem Schluchzer vergrub sie ihr Gesicht an seiner Brust. Carly hockte sich zu den Beiden. Ihre Wut verrauchte und sie begriff, dass Izzy sich nur um sie kümmerte und sie ihn nicht im Flagranti erwischt hatte, so wie sie es im ersten Augenblick aus der Situation heraus interpretierte. Sie legte ihre Hand auf JDs Schulter und strich ihr dann tröstend über den Rücken. " Hey, wegen vorhin beim Essen,... Es tut mir leid, ich habe da über reagiert", entschuldigte Carly sich bei ihr. "Schon vergessen", gab JD leise von sich und blickte Carly an. Diese lächelte sie mitfühlend an und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Carly schaute Izzy in die Augen, der sie fast schon dankbar anlächelte. Dann erhob sie sich wieder. " Laß uns gehen", flüsterte sie in die Richtung von Chris und ging zurück zur Tür. Chris folgte ihr. Schweigend aneinander gekuschelt saßen sie noch eine Weile zusammen. JD konnte ein leichtes Schmunzeln von Izzy vernehmen. Sie löste sich etwas und sah ihn verwundert an. " Dafür das sie sonst so aufbrausend ist, lief das jetzt ja richtig ruhig ab," grinste er " ich habe schon damit gerechnet, dass sie uns einen Kopf kürzer macht." " Was glaubst du warum ich weg wollte", lachte JD Izzy an. Über ihr lachen freuend, zog er JD wieder näher an sich heran. Und obwohl er es eigentlich nicht durfte, fühlte er sich wohler denn je. JD genoß seine Nähe und nur widerwillig befreite sie sich aus seiner Umarmung. " Ich denke, wir sollten jetzt wieder runter gehen," murmelte sie und stand auf. " Ich hoffe es sieht mich keiner, so verheult, wie ich aussehe", gähnte sie und rieb sich durchs Gesicht. Izzy, der nun ebenfalls aufgestanden war, legte ihr seinen Arm um ihre Schulter. " Du siehst selbst verheult noch umwerfend gut aus", grinste er sie schelmisch an. Langsam schlenderten sie zur Tür , wohl wissend , dass sich gleich ihre Wege wieder trennen würden und jeder seines Ding durchziehen mußte. Bevor JD die Tür öffnen konnte, hatte Izzy sich schon davon gestellt. Er nahm ihre Hand und zog sie in seine Arme. Leise flüsterte er ihr ins Ohr " Hey, egal was ist, ich bin immer für dich da, Ok? Du kannst mich jeder Zeit anrufen oder was auch immer." " Danke", wisperte JD und spürte wie sich ein Kloß in ihrem Hals bildete. " Luv ya", raunte er ihr ins Ohr, wobei seine Lippen einen sanften Kuß andeuteten. JD sah mit glasigen Augen und einem lächeln auf den Lippen zu ihm auf. Wieder einmal verlor er sich in ihren Augen. Langsam näherten sich seine Lippen den ihren und wenige Augenblicke später, vereinten sie sich zu einem zärtlichen Kuß. Izzys Zunge bahnte sich den Weg zu ihrer und es entwickelte sich ein leidenschaftliches Spiel. Eine wohlige Wärme durchströmte ihre Körper. Es schien, als würde ihnen der Boden unter den Füßen entgleisen und sie würden schweben. Sie genossen diesen Moment der Zweisamkeit. Abschließend küßte Izzy JD auf die Stirn, drückte sie noch einmal fest an sich. Dann gab er die Tür frei.

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Im Treppenhaus kam ihnen Sarah entgegen. Izzy, der eine Stufe hinter JD war, nickte ihr leicht zu und gab ihr damit zu verstehen, dass alles Ok ist. Wortlos nahm sie JD in ihre Arme. " Was machst du nur für Sachen", flüsterte sie dann leise. " Was ist denn los mit dir? Warum redet du nicht mit uns?" Fragend und zugleich erleichtert, dass sie keinen Blödsinn auf dem Dach gemacht hatte, sah sie JD an. Die wiederum zuckte nur mit den Schultern. Izzy lächelte sie aufmunternd an, " Hey, rede mit ihr, Ok?" Er nahm sie in die Arme. Für einen Augenblick krallte sie sich an seinem Shirt fest. Beruhigend strich er ihr über den Rücken. Sarah unterbrach nur ungern, aber sie wußte, dass die anderen Jungs bereits auf Izzy warteten, da sie bald ihren Auftritt hatten. Sie legte Izzy ihre Hand auf die Schulter, und er sah sie an. " Du mußt, sie warten schon", gab sie ihm zu verstehen. Er drückte JD noch einmal kräftig, hauchte ihr einen Kuß auf die Wange und trennte sich dann schweren Herzens von ihr. Sarah legte ihren Arm um die Schultern ihrer kleinen Schwester. " Laß uns noch einen Augenblick hinsetzen, Ok?" JD nickte nur und sah noch einmal zur Tür, durch die Izzy soeben verschwunden war, dann setzte sie sich neben Sarah auf die Stufen. Nervös kaute sie auf ihrer Unterlippe herum, sollte sie Sarah jetzt wirklich sagen, wie sie sich fühlte? Und wo sollte sie anfangen? Sie müßte schon sehr weit ausholen, wenn sie alles erzählen würde, was sie bedrückt und dazu war jetzt keine Zeit und eine kurze Zusammenfassung wäre nur unzureichend um es wirklich zu verstehen. Sie holte tief Luft und sah Sarah dann an. " Ich kann so nicht weiter machen, mich macht der Rummel tagsüber und das alleine sein Abends fertig," gab sie leise von sich. " Aber du bist doch abends nicht alleine?" Schockiert sah Sarah JD an. "Doch innerlich fühle ich total alleine und verlassen. Ich denke schon länger darüber nach, ob ich nicht aussteigen sollte." Der letzte Satz kam ihr nur stockend über die Lippen, aber es war das, was sie beschäftigte und Sarah hatte es ja unbedingt wissen wollen. Tränen liefen JD übers Gesicht. Sarah sah sie schockiert an, dann zog sie ihre Schwester zu sich rüber und hielt sie fest in ihre Arme. Sie vergrub ihr Gesicht in JDs Haare, damit sie nicht sah, dass auch sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. "Warum hast du uns denn nie was gesagt, daß geht doch nicht erst seit gestern so, du quälst dich damit doch schon länger herum, du hättest doch immer zu Leon und mir kommen können?" Hakte Sarah weiter nach, nachdem sie sich beruhigt hatten. "Weiß ich auch nicht, vielleicht wollte ich euch damit nicht belästigen, ich meine ihr habt tagsüber den gleichen Stress und abends genießt ihr es doch mal alleine zusein." Verlegen lächelte JD. Sie konnten ihr vielleicht nicht helfen, aber sie merkte, daß es dumm war nicht schon eher darüber gesprochen zuhaben. " Wir werden das hier und heute jetzt nicht lösen können, aber morgen abend, werden wir uns zusammen setzen und dann wird darüber geredet und es gibt keine Ausreden mehr, Ok?" Sagte Sarah nun bestimmt und blickte JD ernst an. Diese nickte und wußte, dass sie dieses Mal reden mußte, aber ihr war bewußt, dass es richtig und auch wichtig war, dass sie es aussprach.Sie erhoben sich von der Treppe und gingen zügig in die Garderobe. JD verkroch sich in ihre Ecke. Sie wollte nicht von jedem gefragt werden, was los war, das würde dann ja noch am nächsten Tag auf sie zu kommen. Sarah brachte ihr einen kalten Waschlappen, den sie sich auf die Augen legte. Nach einigen Minuten hatten sich ihre Augen wieder einigermaßen erholt und JD machte sich für den Auftritt fertig. Als sie umgezogen war, sah sie Bea auf der Couch sitzen. Sie ging zu ihr hinüber und setzte sich dazu. Bea sah ziemlich bedrückt aus und JD wußte, dass es mit ihr zutun hatte. " Hey, wegen der Sache auf dem Dach, also ich wollte dir keine Angst machen, es war dumm von mir," entschuldigte sie sich bei ihr," ich habe nicht nachgedacht. Danke, daß ihr gekommen sein." Bea sah sie mit versteinerter Miene an."Tu das nie wieder, Ok! Ich habe eine sch... Angst um dich gehabt." Schuldbewußt umarmte JD Bea.

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" Es tut mir leid, ich wollte dir keine Angst machen", nuschelte JD. Krachende flog die Garderobentür auf und ein fluchender Tom trat ein. Als er die traurigen Augen von JD erblickte, verstummte er für einen Augenblick. " Was ist los?" Fragte Leon und schloss die Tür wieder. Tom ging zu JD. Betrübt schaute er sie an. " Das mit heute abend wird nix. Wir werden sofort nach dem Auftritt fahren," grummelte er und ließ sich neben ihr nieder. Sie rutschte auf seinen Schoß und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. Heute schien nicht ihr Tag zu sein. Sie kuschelte sich an ihn und er kraulte ihr den Rücken. "Hey, alles Ok bei dir?" Flüsterte er leise. " Ja", murmelte sie. Er muß nicht auch noch wissen, was auf dem Dach abgelaufen war. Er würde es schon noch früh genug erfahren, dachte sie sich. Liebevoll hob er mit seiner Hand ihr Kinn an und sah ihr in die Augen. Er lächelte sie an und strich ihr die Haare aus ihrem Gesicht. " Hab ich dir heute eigentlich schon gesagt, wie lieb ich dich habe?" raunte er ihr zu. Sie mußte grinsen. " Nein, hast du noch nicht." " Hm, dann wird’s ja höchste Zeit, was?" Grinste er jetzt frech. " Ja", lachte sie auf. Bei seinem schelmischen Grinsen konnte sie einfach nicht mehr traurig sein. " Weißt du was?" Flüsterte er ihr ins Ohr " Ich zeig dir wie doll!" Und begann an ihrem Ohr zu knabbern. Mit einem Lächeln auf den Lippen schloss sie ihre Augen und genoss seine Zuwendungen. Seine Hand hatte er unter ihr Top geschoben und streichelte nun sanft ihre Wirbelsäule auf und ab. Seine andere Hand legte er in ihren Nacken. Er arbeitete sich vom Ohr zum Hals vor. JD ließ ihre Hand an seiner Seite auf und ab wandern. Dann drehte sie ihm den Kopf zu und guckte ihm in die Augen. Lächelnd näherte sie sich seinen Lippen und begann ihn zaghaft zu küssen. Es wurde immer intensiver und schließlich verschmolzen sie zu einem leidenschaftlichen Kuß. Bea beugte sich zu den beiden rüber " Hey", raunte sie " Ihr seid nicht alleine hier. Es sind noch Kinder anwesend." JD löste sich von Tom und guckte sie gespielt böse an. "Dann geh doch raus", konterte sie und zwinkerte dann Tom an. Im gleichen Augenblick klopfte es an der Tür und Bill trat ein. " Hey JD, kannst du mir vielleicht deinen Kajal leihen, ich kann meinen nicht finden". Tom verdrehte die Augen. " Klar, der muß da in der Tasche beim Spiegel liegen, mußt mal gucken gehen," grinste sie ihn an und zwinkerte dann Tom zu. " Du bist schlimmer als ein Mädchen" blaffte Tom seinen Bruder an und widmete sich dann wieder JD. " Laß ihn doch", verteidigte Bea ihn und stand auf um ihm den Kajal zu geben. " Du bist doch auch nicht besser mit deiner Zottelmähne", brummte Bill zurück und begann seine Augen nach zu malen. "Und ich dachte immer, daß es Zickenkrieg nur bei uns Mädchen gibt", lachte Sarah und guckte zwischen Tom und Bill hin und her. "Aber mir scheint ihr seid die `wahren ´ Mädchen", kopfschüttelnd ging sie zu ihrer Tasche und wühlte darin herum. Tom seufzte und schenkte dann JD wieder seine ganze Aufmerksamkeit, wenn er schon den Abend nicht mit ihr verbringen konnte, dann wollte er zumindest jetzt jede Minute mit ihr auskosten. Zu gerne wäre er heute abend mit ihr auf die Aftershowparty gegangen um dann anschließend mit ihr die Nacht zu verbringen, aber leider hatten diverse Zeitungen und Zeitschriften nach der letzten Party Bilder von ihm und der Blondine veröffentlicht und auch sein Alkoholkonsum wurde dabei erwähnt, so dass er und Bill Zuhause gewaltigen Ärger mit verschiedenen Behörden bekommen hatten und jetzt vorerst nicht mehr auf Partys durften . Abermals begann er JD zu liebkosen und zu küssen. JD genoss es , aber gleichzeitig schwirrten ihr komische Gedanken durch den Kopf.

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