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"Ich weiß es nicht", gab JD kleinlaut von sich. Traurig blickte sie Bea an. Diese schüttelte mit dem Kopf. "Man, man, man," mit diesen Worten ließ sie sich zurück in die Kissen fallen. " Laß uns jetzt schlafen", nuschelte JD und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Sie wollte jetzt einfach nicht mehr darüber nachdenken müssen. Bea knipste das Licht aus und nach wenigen Minuten waren von den beiden Mädchen nur noch gleichmäßige Atmengeräusche zu vernehmen, die sie im Schlaf von sich gaben.

Nur wenige Stunden später war es schon wieder an der Zeit aufzustehen. Bea schälte sich aus ihrem Bett, ging ins Bad um sich zu duschen und anzuziehen. Als sie aus dem Bad kam, hatte JD noch keine Anstalten gemacht ebenfalls aufzustehen. Bea versuchte ihr die Decke wegzuziehen, aber JD klammerte sich förmlich an ihr fest. " Laß mich", grummelte sie, " ich werde nicht aufstehen und schon gar nicht mit Izzy und den anderen Frühstücken." Bea konnte an ihren traurigen Augen erkennen, daß sie JD nicht umstimmen konnte. "Ok, ich werde aber jetzt gehen", verabschiedete sie sich von JD und verließ das Zimmer. Im Frühstücksraum angekommen, fielen ihr gleich Izzy und Carly ins Auge. In Beas Augen sah es so aus, als ob die beiden ein frisch verliebtes Pärchen wären. In ihr stieg Wut auf. Hatte Izzy JD nur benutzt? Wollte sie ihm deshalb nicht mehr über den Weg laufen. In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Ihre Beine schienen sich selbständig gemacht zu haben und ehe sie es realisiert hatte, stand sie auch schon vor ihm. "Hey, wo hast du JD gelassen?" Begrüßte er sie mit einem lächeln auf den Lippen. "Die kommt nicht, hat nach der Treppenhausgeschichte wohl keinen Bock mehr dir über den Weg zulaufen und wenn ich dich und Carly so sehe, kann ich sie voll und ganz verstehen", zischte Bea ihn an. Erstaunen machte sich in Izzys Gesicht breit. " Was? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Hat sie das gesagt, daß sie mich nicht mehr sehen will?" Fragte er Bea verwundert. "Jap, hat sie", nickte Bea und griff sich ein Tablett um sich ihr Frühstück am Büfett zusammen zu suchen. Izzy ging zu seinem Platz. Nachdenklich kaute er an einem Brötchen herum. Wollte sie ihn wirklich nicht mehr sehen? Und WAS wußte Bea vom Treppenhaus? Er mußte mit ihr reden und zwar sofort. Er wollte das nicht ungeklärt lassen. Er erhob sich vom Tisch und ging zu Bea rüber. Sie funkelte ihn böse an, sagte aber kein Wort. " Hey, kannst du mir eure Zimmernummer verraten. Ich will mit JD reden", bat Izzy Bea. Die zuckte nur mit den Schultern. " Sie wird dich eh nicht rein lassen, so wie sie gerade eben drauf war", grummelte Bea und trank einen Schluck Tee. " Bitte, ich muß unbedingt mit ihr reden", flehte Izzy und sah Bea mit einem Dackelblick an, der auch sie erweichen ließ. "Ok. Mach ein Frühstückstablett für sie fertig, dann sag ich es dir," grinste Bea ihn an. "Aber wehe, du verarscht sie oder so etwas, dann...", sie sprach nicht weiter, aber das funkeln in ihren Augen verhieß nichts gutes. Er ging zu seinem Platz zurück, trank im Stehen seinen Becher leer und erklärte Carly, daß er noch einmal mit JD reden müßte. Dann ging er zum Büfett, griff sich ein Tablett und suchte die verschiedensten Sachen zusammen. Als Izzy damit fertig war, lief er damit zu Bea rüber. Die drückte ihm ihre Karte in die Hand und nannte die Zimmernummer. Izzy angelte sich noch die Vase mit Blumen vom Tisch um sie auf sein Tablett zustellen und ging dann los. Auf dem Flur begegnete der Mark und Mike. Beide grinsten ihn an. " Na, hast du noch was gut zumachen bei Carly?" Lachte Mark und zeigte aufs Tablett. Verwirrt guckte Izzy ihn an. "Nö, aber bei JD", gab er zurück und lief weiter. Kopfschüttelnd sahen die beiden ihm hinterher. " Hey, vergiß nicht wieder zu kommen, wir müssen noch was besprechen und bringe dann auch JD mit, das hat was mit beiden Bands zutun", rief Mike ihm noch hinterher. Izzy reagierte darauf gar nicht mehr. Er beeilte sich zu ihrem Zimmer zu kommen. Als er vor ihrer Tür ankam, stieg in ihm die Nervosität. Er fühlte sich wie vor seinem allerersten Auftritt, wo er nicht wußte, ob alles gut gehen würde. Genauso so war es jetzt in diesem Augenblick, denn er wußte nicht wie sie reagieren würde, wenn er einfach so in ihrem Zimmer auftauchte. Und ob sie ihn wirklich nicht mehr sehen wollte. Nervös schob wer die Karte in den Schlitz. Die Tür wurde frei gegeben. Er atmete tief durch und drückte die Klinke herunter. Was würde ihn jetzt erwarten? Leise trat er in Zimmer ein und... .

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...und ging zum Tisch um das Tablett abzustellen. Er drehte sich zum Bett und konnte sehen, daß Bewegung in den Haufen aus Decken kam. Grummelnd lugte JD unter der Bettdecke hervor um sie sich dann gleich wieder über den Kopf zu ziehen. " Was willst du denn hier und wer hat dich überhaupt rein gelassen?" Maulte JD Izzy an. Der verstand die Welt nicht mehr, warum war sie auf einmal so schlecht auf ihn zu sprechen? "Hey, was ist los? Was habe ich dir getan?" Fragte er leicht gereizt und ließ sich auf dem Bett nieder. "Nix, ich will nur meine Ruhe", kam es unter der Decke zurück. "...und mich nicht mehr sehen", vollendete Izzy ihren Satz und hob die Decke etwas an. Sie zog die Decke wieder runter. Für einen Augenblick war es ganz still unter der Decke. Mit einem Seufzer schlug sie die Decke etwas zurück und setzte sich auf. Traurig blickte sie ihm in die Augen. "Denkst du nicht, daß es besser wäre, wenn wir uns erst einmal nicht mehr sehen, nach dem was gestern im Treppenhaus war?" Izzy rollte mit den Augen. Er setzte sich im Schneidersitz ihr gegenüber. "Ich hätte es im Treppenhaus nicht soweit kommen lassen dürfen. Es tut mir leid", entschuldigte er sich und zupfte nervös an seinem Hosenbein herum. JD lehnte sich an das Kopfteil zurück. Traurig lächelte sie ihn an. " Hey, ich war daran ja auch nicht ganz unbeteiligt. Es ist nur so... ich weiß auch nicht, irgendwie... ." Nachdenklich sah sie ihn an und vollendete dann ihren Satz "... ich meine, wir haben beide Partner. Das hätte einfach nicht passieren dürfen. Ich weiß gar nicht, wie ich noch mal Carly gegenübertreten soll, geschweige denn Tom. Ich habe so ein schlechtes Gewissen, daß ich denke, daß man es mir auf Kilometer ansehen muß, was passiert ist." "Um Carly mach dir keinen Kopf. Das, was sie dir gestern auf der Toilette gesagt hat, liegt nicht an dir. Das ist ein Thema, was wir schon zig Mal vorher durchdiskutiert haben, seit ich hier in Deutschland bin. Und glaube nicht, daß ich kein schlechtes Gewissen habe, denn das habe ich sehr wohl, zumal ich das mit Carly beenden werde, sobald wir wieder in Berlin sind." Den letzten Teil des Satzes hatte er nur noch leise gesprochen und JD wußte für einen Augenblick nicht, ob sie ihren Ohren trauen konnte, hatte er gerade gesagt, daß er sich trennen wollte? Aber warum? War sie jetzt doch daran Schuld? Entsetzt blickte sie ihn an und als sich ihre Blicke trafen, wußte sie, daß sie sich nicht verhört hatte. Er wollte allen Ernstes Schluß machen mit Carly. Traurig sah er JD an, es war das erste Mal, daß er es ausgesprochen hatte, aber er konnte gegen das Gefühl, das diese Beziehung keine Chance mehr hatte, nicht an. "Warum?" Hakte JD nach und fühlte sich fast schon so, als ob er mit ihr Schluß gemacht hätte. " Es geht einfach nicht mehr. Die Entfernung und ihre Eifersucht auf die Fans und andere Sachen. Jetzt wo sie hier ist, ist es mir richtig bewußt geworden. Ich habe auch einfach nicht mehr die Zeit für eine Beziehung. Wir haben uns das letzte Mal vor knapp einem halben Jahr gesehen, daß ist einfach zu wenig um es aufrecht zu erhalten," seufzte er leise und zwirbelte einen Faden vom Saum seines Hosenbeins zwischen den Fingern. " Und ich bin daran Schuld, daß du jetzt zu dieser Erkenntnis kommst", stöhnte JD, lehnte ihren Kopf an die Wand und schloß die Augen. " Du bist nicht Schuld daran", flüsterte Izzy leise. Er konnte ihr jetzt nicht erzählen, daß Carly vergangene Nacht noch mit ihm hatte schlafen wollen, er aber einfach nicht konnte. Es war ihm plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen, daß er sie nicht mehr wollte, daß das Ganze keinen Sinn mehr ergab. Er hatte Carly abgewimmelt, weil er im Hotel keine Diskussion wollte, aber sobald sie heute abend in Berlin zurück sein würden, würde er diesen "letzten" Schritt machen und die Beziehung beenden. Ihm war bewußt geworden, was ihn die letzten Wochen so gequält hatte und eigentlich war er traurig darüber, daß er Carly erst herbeten mußte um es festzustellen, denn das hatte sie nicht verdient.

" Hey, worüber denkst du nach", riß JD Izzy aus seinen Gedanken. " Ist jetzt nicht so wichtig", versuchte er sich heraus zu reden. JD grinste ihn an. " Ist schon Ok", flüsterte sie und atmete tief durch. Es war gut, daß er gekommen war, auch wenn sie ihn am liebsten rausgeschmissen hätte, als sie gesehen hatte, wer ihr Frühstück auf den Tisch gestellt hatte. Jetzt hatte sie nur noch eine Frage an ihn, aber sollte sie die wirklich stellen?

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"Wirst du es ihr sagen?" Kam es dann einfach so über ihre Lippen und sie war sich nicht sicher, ob es gut war danach zu fragen. Er schnaubte kurz auf und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem leichten, aber unsicheren Lächeln. "Nein, das werde ich nicht. Warum sollte ich ihr unnötig weh tun? Ich denke, es geht nur uns etwas an, oder?" Herausfordernd sah Izzy JD an. Und ihr wurde bewußt, daß er wußte, daß sie es Bea erzählt hatte. " Bea weiß es", flüsterte sie leise und guckte Izzy unsicher an. " Ich weiß", gab dieser zurück und lächelte sie an " ansonsten wäre ich jetzt wohl nicht hier", zwinkerte er JD aufmunternd zu. "Was ist mit Tom, wirst du ihm davon erzählen?" Hakte er jetzt bei ihr nach. JD senkte ihren Blick und zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es nicht." Seufzte sie. " Hey, mach das, was du für richtig empfindest, daß was du mit deinem Gewissen vereinbaren kannst. Egal, wofür du dich entscheiden wirst, ich steh zu dir und dem was im Treppenhaus passiert ist, Ok?" Vorsichtig nahm er ihre Hand und drückte sie. Gequält lächelte sie. Sie wußte, das er sie nicht im Stich lassen würde, aber sollte es dazu kommen, daß sie es Tom sagen würde, wäre er in dem Augenblick sehr wahrscheinlich nicht da und sie müßte da wohl oder übel alleine durch. " Hey, jetzt gucke nicht so traurig," versuchte Izzy sie aufzumuntern. "Jetzt wird erst einmal gefrühstückt und dann müssen wir auch noch zu den anderen , weil die irgendwas besprechen wollen, was beide Bands angeht. Weißt du, was da kommt?" Fragte Izzy und stand auf um das Tablett mit den Frühstücksutensilien zu holen. "Nein, keine Ahnung", gab JD ratlos von sich und strich die Bettdecke glatt, damit Izzy das Tablett darauf abstellen konnte. "Hast du das ausgesucht?" Staunte JD, als er das Frühstück servierte. " Jap, ich ganz alleine", grinste Izzy stolz und setzte sich wieder ihr gegenüber. "Da haste dann ja beim letzten Frühstück aufgepaßt, was ich alles mag, was?" Lachte JD ihn an und griff sich ein Brötchen. "Klar", grinste er sie schelmisch an und die Laune stieg zusehends. Nachdem Frühstück ging JD schnell ins Bad um sich herzurichten. Als sie wieder herauskam, erhob sich Izzy vom Bett und ging auf sie zu. Er blickte ihr tief in die Augen, nahm ihre Hände und zog sie zu sich heran. Am liebsten wäre er sofort wieder in ihren Augen versunken. "Am liebsten würde ich jetzt mit dir hier bleiben wollen", raunte er ihr zu und küßte sie zärtlich auf die Stirn. "Izzy!" Gab sie im gespielt vorwurfsvollen Ton zurück, lächelte ihn dann aber an. Wenn es nach ihr ginge, würden sie im Zimmer bleiben, denn sie hatte nach wie vor kein Bedürfnis irgendwem von den anderen über den Weg zu laufen und erst recht nicht Carly, bei all dem was sie jetzt wußte. Sie löste ihre Hände aus seinen und legte sie um seine Hüfte. Er ließ seine Arme auf ihren Schultern ruhen. Für einen Augenblick standen sie sich so schweigend und in die Augen blickend gegenüber. Er legte seine Stirn an ihre. "Hey Babe, egal was kommt, ich bin immer für dich da, Ok?" Flüsterte er und sie wußte, daß sie in ihm einen guten Freund gefunden hatte und in ihrem tiefsten Inneren machte sich ein Gefühl breit, was ihr sagte, daß er vielleicht sogar noch mehr sein konnte, als nur ein guter Freund. "Danke", hauchte sie leise und im gleichen Moment trafen sich ihre Lippen. Sie ließen sich für einen kleinen Augenblick einfach in "ihre Welt" fallen. Und wieder war es JD, die versuchte einen klaren Kopf zu behalten, wenn auch widerwillig, aber sie löste sich von ihm. "Wir sollten jetzt gehen", murmelte sie und ließ ihre Hände von seinen Hüften gleiten um Abstand zu ihm zu bekommen. Er seufzte leise, wußte aber, daß sie recht hatte und ging langsam zur Tür. Gerade als er sie öffnen wollte, hauchte sie ihm ein... .

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"Hey, Punc, warte," hinterher. Izzy drehte sich überrascht um. " Woher kennst du meine Spitznamen?" Lachte er und ging wieder auf sie zu. "Ich habe da so meine Quellen", lachte JD und schaute ihn schelmisch an. Sie ging zurück zum Tisch, wo ihr Ordner mit ihren gezeichneten Bildern lag. Sie blätterte darin herum. Bei dem Portrait von Izzy blieb sie hängen. Izzy war von hinten an sie herangetreten und hatte seine Arme um ihre Hüften gelegt. Schmunzelnd guckte er über ihre Schulter hinweg. Als sie den Ordner öffnete um die Klarsichthülle samt dem Bild herauszuholen, mußte er unmerklich schlucken. "Ich denke, sie sollte es haben", murmelte JD, konnte ihren Blick aber nicht von dem Bild wenden. Izzy nahm ihr die Zeichnung aus der Hand. "Ich weiß nicht", sagte er und hatte wieder das Geräusch des reißenden Papiers in den Ohren, als Carly, das von JD gemalte Gruppenbild, in ihrer Eifersucht zerrissen hatte. "Es ist deines, sie wird es eh zerreißen, wenn ich Schluß mache", argumentierte Izzy und legte es wieder in den aufgeklappten Ordner. "Meinst du?" Murmelte JD und nahm es wieder an sich um es in ihren Block zulegen und beides in ihrer Tasche zu verstauen. " Außerdem kann ich mir ja jederzeit ein neues Bild malen", grinste sie ihn dann an. "Aber dann will ich Modell stehen", lachte Izzy und ging wieder zur Tür um sie zu öffnen. JD ging an ihm. Am Türrahmen stoppte sie kurz. Sie drehte sich leicht zu ihm. "Dann möchte ich aber mal Aktmalerei ausprobieren", raunte sie ihm ins Ohr. Sie lief lachend weiter. Für einen kurzen Augenblick fehlten Izzy die Worte, dann lief er ihr hinter her. " OK", grinste er JD frech an, als er sie eingeholt hatte, "aber nur, wenn du auch nackt malst", stellte er dann zur Bedingung. JD konnte sich das Lachen bei dem Gedanken daran nicht verkneifen. "Ich glaube, das wäre keine gute Idee", prustete sie. "Ich könnte dann bestimmt nicht einen Strich zeichnen, ohne Kopfkino." Izzy grinste sie an. " An was du dann wohl denkst." Lachend kamen sie zum Frühstücksraum, wo beide Bands samt Mark und Mike schon auf sie warteten. Die Beiden atmeten noch einmal durch. Izzy nahm JDs Hand und ging dann hinein. Mark grinste nur. "Oh, haben die Herrschaften auch den Weg hierher gefunden", kommentierte Mike das erscheinen von Izzy und JD. " Tja," grinste Izzy ihn an " manche Dinge brauchen halt so ihre Zeit." JD schüttelte lachend ihren Kopf. Izzy ging zu Carly und Chris rüber und zog JD hinter sich her. Sie nahmen in der Sitzecke Platz und während Mike erneut seine Rede über die Gemeinsamkeiten der Bands und der steigenden Popularität der Boyband hielt, kramte JD ihren Block und ihre Stifte aus ihrer Tasche. Sie saß über Ecke mit Izzy und Carly und hatte so sein Seitenprofil. Mit geschickter Hand hatte sie schnell die ersten Striche auf dem Blatt Papier gezeichnet. In ihrem Inneren kam eine gewisse Traurigkeit auf, als sie sah, wie Carly sich um Izzys Aufmerksamkeit bemühte. Er konnte nicht mehr gegen sein Unterbewußtsein an. Jede Berührung von Carly widerstrebte ihm, aber er fand es auch unangebracht sie jetzt anzuherrschen, daß sie es lassen sollte. Schließlich merkte auch Carly, daß ihre Zuneigung nur auf Ablehnung stieß und Izzy sich augenscheinlich unwohl fühlte. JD versuchte jedes aufflackernde Gefühl vom schlechten Gewissen zu unterdrücken. Sie konzentrierte sich auf ihre Zeichnung und nebenbei hörte sie zu was Mike zusagen hatte. Der war jetzt an dem Punkt angekommen, wo er über die Weihnachtsshow sprach. Es sollte eine Show der "neuen" Musikgeneration sein und Wild confusion sollte mit US5 zusammen der Hauptakt sein. Dazu sollten dann noch mögliches Tokio Hotel und andere Jungstars kommen. Er redete auch von seiner Idee ,die ihm am gestrigen Abend gekommen war, als er Izzy und JD so vertraut hatte tanzen sehen. Beide Bands sollten ein gemeinsames Lied aufnehmen. Das grobe war auch schon mit Sarah und Leon besprochen worden. Ihm war nicht entgangen, daß JD einfach angefangen hatte zu malen. So ein ignorantes Verhalten konnte er überhaupt nicht leiden. Mit einem "dich scheint es ja nicht sonderlich zu interessieren" bewegte er sich auf JD zu. " Ganz ehrlich?" Fragte sie ohne von ihrem Blatt aufzusehen und zog die letzten Striche nach. Sie ließ ihn gar nicht erst antworten, sondern antwortete gleich. " Es interessiert mich nicht die Bohne, was du so planst." Sie sah kurz auf und sah ihn ernst an. Er war vor dem Tisch hinter dem sie saß stehen geblieben. "Hast du überhaupt bei deinem herum Gekritzel mitbekommen, wovon ich geredet habe?" Fragte er nach und fühlte sich, als wenn er jetzt auftrumpfen könnte. " Hey, ich bin weiblich, ich kann zwei Sachen auf einmal," konterte sie und setzte ihr Kürzel auf das Blatt. " Soll ich dir mal sagen, was ich davon halte?" Fragte sie, löste dabei vorsichtig das Blatt vom Block und reichte es an Carly mit einem Nicken und einem Lächeln auf den Lippen weiter. " Gerne, ich freue mich immer über konstruktive Kritik", gab sich Mike entspannt. JD sah ihn mit funkelnden Augen an. Leon und Sarah lehnten sich in ihre Stühle zurück. Sie konnten sich denken, was jetzt kam. Izzy traute dem Ganzen noch nicht so richtig. Nervös rutsche er auf seinem Platz hin und her. JD holte Luft und setzte dann am Anfang von Mikes Rede an. " Also...,"

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"Also, du findest, daß unsere Bands Gemeinsamkeiten haben? Wo denn bitte? Wir machen unterschiedliche Musik, während die Jungs tanzen, spielen wir an Instrumenten. Während US5 gerade erst angefangen ist, sind wir schon 10 Jahren im Geschäft. Wir schreiben unsere Sachen selbst, ihr gebt es den Jungs vor, was sie singen sollen und überhaupt schreibt ihr ihnen alles vor, was sie zu tun und zu lassen haben. Ihr vermarktet die Jungs, egal ob sie es eigentlich gut finden, was sie da tun müssen oder nicht, wir machen was wir wollen, denn wir vermarkten uns selber. Und wer hat dir gesagt, daß ich bei dieser Weihnachtsshow überhaupt mitmache? Hast du mich schon danach gefragt?" Provozierend sah sie Mike in die Augen. Noch bevor er antworten konnte, machte JD weiter. "Übrigens haben wir unsere Weihnachtsshow schon geplant, daß heißt ihr könntet höchstens mal ganz nett anklopfen und fragen, ob eure Jungs mal bei uns auftreten dürfen", funkelte sie ihn an. Mike schnappte wie ein Fisch nach Luft. Izzy mußte grinsen, ebenso die übrigen "Wild Confusion" Mitglieder. Die kannten es, wenn JD loslegte, sie war zwar erst 16, aber dadurch, daß sie schon 10 Jahre im Geschäft war, wußte sie wie der Hase lief. Izzy wußte zwar, daß sie nicht auf den Mund gefallen war, aber daß sie sich traute sich so gegen Mike zu stellen, hätte er nicht gedacht, aber er mochte das. Mike brauchte einen Moment um sich zu fangen, dann sah er fragend zu Sarah und Leon. Leon zuckte mit den Schultern. Mark ergriff das Wort. " Also, ich denke da gibt es noch Klärungsbedarf, aber deshalb sind wir ja auch hier," versuchte er zu vermitteln. " Ok, fang an zu klären", forderte JD ihn auf und lehnte sich zurück. Mark wollte gerade ansetzen, als Mike seine Stimme wiedergefunden hatte. " Wer ist eigentlich eurer Manager, ich mein ihr müßt doch einen Ansprechpartner haben, das könnt ihr doch schlecht alles alleine machen", warf er dazwischen. JD grinste ihn an. " Mir scheint, daß DU nicht zugehört hast, WIR machen das ALLES selber! Aber zu deiner Beruhigung, wir haben ein Büro, wo man Anfragen kann." Mikes Halsschlagader begann zu pulsieren und ihm stieg so langsam die Zornesröte ins Gesicht. Wie konnte sie nur so respektlos sein? Jetzt war es an Sarah die Situation zu schlichten. Sie erklärte ihm, daß die Termine von ihnen selbst geplant und koordiniert wurden und sie außerdem ein Büro unterhielten, wo die Mitarbeiter, alles andere übernahmen. Alle Auftritte und Termine, sowie Shows und Konzerte würden innerhalb der Band abgestimmt werden und jeder hat ein Mitsprache- sowie Vetorecht. Wenn JD die Weihnachtsshow nicht mitmachen wollen würde, dann läge es an den anderen, ob sie trotzdem stattfinden würde oder eben nicht. Aber es wäre keiner aus der Band dazu verpflichtet irgendwas zu machen, was ihm widerstreben würde. Bis jetzt wurde auch immer ein Kompromiß gefunden, wo alle mit leben konnten." Mikes Gesichtszüge entspannten sich langsam wieder, außerdem mußte er erkennen, daß er mit der "ich-sage-wo-es-lang-geht"Masche hier nicht weiter kommen würde. " Also, wenn wir jetzt mal davon ausgehen, daß es eine Weihnachtsshow mit allen zusammen gibt, wie stellst du es dir vor, wie so etwas ablaufen könnte? Beziehungsweise wer plant das dann bei euch?" Fragte Mark und sah JD an. Mike ahnte schon böses und JD grinste nur. "Ich," sagte sie dann in einem ernsten Ton. " Die Weihnachtsshow für dieses Jahr habe ich geplant." Jetzt wurde Mike klar, warum sie so reagiert hatte auf seine Ansprache. Leon erhob sich " Ich denke, wir machen jetzt alle einmal 10 Minuten Pause um die Gemüter wieder etwas zu beruhigen und dann wird in aller Ruhe noch einmal über die Show geredet." Wortlos stand JD auf und ging hinaus. In ihrem Inneren war ein Vulkan am brodeln und der würde auch nach 10 Minuten nicht runter gekocht sein. Sie lief zum Zimmer, öffnete die Tür und schlug sie hinter sich zu. Sie war so sauer, daß sie ihre Aggressionen jetzt erst einmal freien Lauf lassen mußte.

Sarah, hatte sich mit Mark unterhalten und JDs verschwinden nicht bemerkt. Erst als sie Izzy sagen hörte, ob jemand wüßte, wo JD hingegangen sei, fiel es ihr auf. Sie sah Leon an und der wußte sofort, was das zu bedeuten hatte.

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