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Als JD und Bea im Eßraum ankamen, waren die anderen bereits dabei das Büfett zu plündern. Lustlos und eigentlich auch kein Hunger habend nahm sich JD ein Teller und tat sich wahllos irgendwelche Sachen auf. Mark stand ebenfalls am Büfett und bemerkte, das Izzy noch fehlte. "Wo ist den Izzy geblieben? Hab ihr ihn vergessen?" Grinste er scherzhaft. JD zuckte nur mit den Schultern. " Der verlegt wohl gerade Berlin hierher, so etwas in der Art hat er zumindest von sich gegeben", murmelte Chris und widmete sich wieder dem Essen. "Wie Berlin hierher?" Fragte JD erschrocken nach und ahnte das es nichts gutes sein konnte. " Er hat auf dem Weg zum Zimmer nur gesagt, daß wenn Carly jetzt anfängt herum zu Zicken, er das, was er in Berlin eigentlich vorhatte, jetzt schon machen würde. Dann würde er eben Berlin hierher verlegen," erklärte Chris " aber keine Ahnung, was er damit meinte", fügte er dann hinzu. "Er will mit Carly Schluß machen", murmelte JD. Chris guckte sie erstaunt an, sagte aber nichts. JD ging mit ihrem Teller los um sich einen Platz zu suchen, gerade an einem Tisch angekommen, wurde es still im Raum und man hörte nur, wie ein scheinbar immer noch aufgeregte Izzy den Raum betrat. Er ging zu Frank. "Auf meinem Zimmer ist Jemand, der ein Taxi zu Flughafen braucht, kannst du dich darum kümmern," zischte er. Frank sah ihn fragend an. "Carly will heute noch nach Hause fliegen. Es ist Schluß," erklärte er dann etwas ruhiger. Er spürte wie jemand seinen Blick auf ihn gerichtet hatte und drehte sich um. JD stand 2 Tische von ihm entfernt und ließ sich langsam auf einem Stuhl nieder. Ihre Augen hatte sie immer noch auf Izzy gerichtet. Langsam kam er auf sie zu und setzte sich schließlich auf den Stuhl gegenüber von ihr. "Alles Ok?" Flüsterte Izzy leise. "Jap und bei dir?" Antwortete JD, sah auf ihren Teller und stochere lustlos in ihrem Gemüse herum. Izzy klaute ihr eine kleine Frikadelle, besah sie sich von allen Seiten und biß dann genüßlich rein. Als er seinen Bissen herunter geschluckt hatte, sah er JD ernst an. "Willkommen in der neuen Hauptstadt. Berlin ist umgezogen und seit gerade eben hier", sprach er leise. "Du hast also Schluß gemacht?" Fragend blickte JD Izzy an. "Jap", entgegnete er kurz angebunden. "Warum jetzt und hier?" Fragte JD ruhig, legte die Gabel zur Seite und musterte ihn. " Weil sie gerade eben Sachen gesagt hat, die na ja, wie soll ich es sagen, etwas daneben waren," erklärte er sein Handeln. "Hmm", murmelte JD und schob ihren Teller weiter zu Izzy rüber, da er immer wieder was davon stibitzt hatte. "Kannst haben, ich mag das eh nicht", sprach JD und lehnte sich zurück. "Du tust dir Sachen auf den Teller, die du nicht magst?" Verwundert schaute Izzy JD an. JD zuckte nur mit den Schultern und starrte auf den Tisch. Wortlos stand Izzy auf, ging zum Büfett, belud einen Teller mit diversen Sachen und kam wieder zurück zu JD. Mit einem Grinsen stellte er den Teller vor JD ab und setzte sich wieder. JDs Blick, der auf Izzy gelegen hatte schweifte nun herab zum Teller und auch auf ihrem Gesicht bildete sich ein Grinsen. Auf dem Teller war ein lachendes Gesicht, was auf verschiedenen Sachen bestand. "Nur für dich", grinste Izzy JD an und machte sich über ihren Teller her. "Das kann ich nicht essen", lachte sie, "das ist zu schön um es aufzuessen." "Chris komm mal bitte", rief Izzy durch den Raum. Dieser kam sofort angelaufen. "Kannst du von JDs Teller ein Foto machen, damit sie essen kann?" Fragte Izzy und sah den erstaunten Chris lachend an. "Klar, kein Problem," lachte nun auch dieser, rückte den Teller zurecht und hielt seine Kamera drauf. "So nun kannst du essen", gab Chris den Teller frei und schob ihn wieder vor JD. Schmunzelt griff sie zur Nase, die eine Tomate war, und aß sie auf. Sie sah zu Izzy und bemerkte seine leuchtenden Augen. "Dir geht’s gut oder?" Fragte sie kauend. "Jap, so gut wie schon seit Tagen nicht mehr", grinste er JD an. "Ich habe eine wichtige Entscheidung getroffen und durchgezogen. Jetzt merke ich, daß sie richtig war", fügte er dann noch erklärend hinzu. Ehe JD Nachfragen konnte, welche Entscheidungen er getroffen hatte, drängten Mark und Mike schon zur Eile. Schnell verschlang sie auch den Rest vom Teller, denn ansonsten hätte Izzy sie eh nicht aufstehen lassen, und erhob sich dann auch um gemeinsam mit den anderen in einen anderen "gemütlicheren" Raum zugehen. Auf dem Flur zog Izzy JD zur Seite und umarmte sie. Etwas irritiert erwiderte sie die spontane Aktion. "Ist das eigentlich Ok für dich, daß ich dich einfach so umarme?" Murmelte Izzy ihr ins Ohr, sie immer noch festhaltend. "Klar, ich mag es doch von dir umarmt zu werden", wisperte sie zurück und legte ihren Kopf an seine Schulter. "Könnt ihre eure Kuscheleinheiten nicht auf später verlegen", wurden sie maulend von Mikel unterbrochen. Izzy löste sich etwas von JD und sah ihn an. "Klar könnten wir, wollen wir aber gerade nicht", antwortete er dann und streckte ihm die Zunge raus, dann zog er JD wieder an sich. "Idiot", grummelte er ihr leise ins Ohr und sie lachte leise auf. "Izzy, sei nicht so", raunte sie ihm zu und genoß seine Nähe. "Ist doch so", seufzte er und öffnete seine Umarmung, so daß sie Arm in Arm in den anderen Raum gehen konnten. Dort standen diverse Sofas und Sessel herum, auf denen sich bereits die anderen herum aalten. Es war nur noch eine Ecke in einem Rundsofa frei auf die sich Izzy gleich stürzte. "Erster," herausfordernd grinste er JD an. Lächelnd kam sie auf ihm zu. "Das war jetzt aber nicht gentlemanlike, mein Lieber," grinste sie ihn an. Er streckte ihr seine Hand entgegen, die sie nahm und zog sie zu sich auf das Sofa. Sie setzte sich zwischen seine Beine und lehnte sich an seinen Oberkörper. "Das war wohl nichts mit auf Abstand gehen", raunte er ihr ins Ohr. " Unter Freunden ist das hier doch noch Ok, oder?"

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Fragend sah sie zu ihm auf. "Klar ist das Ok, mache dir keinen Kopf," flüsterte er und hauchte ihr einen leichten Kuß auf ihr Haar. ` Mir ist alles recht nur um dir nah zusein ´ setzte er den Satz gedanklich fort. Er schloß die Augen und versuchte den Gedanken zu verdrängen. Diese Gedanken hatten einfach keinen Sinn. Er konnte sie nun mal nicht ganz haben und damit mußte er sich abfinden.

Gerade hatte JD es sich in Izzys Armen bequem gemacht, da rief Mark nach ihr. Widerwillig erhob sie sich. "Ich komm gleich wieder und das du den Platz ja für mich reserviert hältst", zwinkerte sie Izzy zu und folgte dann Mark vor die Tür.

Dort lehnte sie sich gegen die Wand und sah Mark gespannt an. "Was gibt’s?" Fragte JD, während ihre Gedanken schon wieder Richtung Izzy am abdriften waren. Sie schüttelte den Kopf. "Wie, bist du nicht damit einverstanden?" Fragte Mark sie erstaunt. "Womit?" Erschrocken blickte sie Mark an. Ihre Gedanken waren wohl doch etwas weiter weg gewesen. Grinsend musterte Mark JD. "Man, man unser Dreadlock hat dir ganz schön den Kopf verdreht was?"

JD schnaubt leicht auf. " Hat er nicht. Und jetzt erzähl was du willst", gab sie genervt von sich. "Ist ja Ok," wich Mark zurück. "Also, wir würden gerne an deiner Show teilnehmen. Das ganze ist ja ziemlich in einer familiären Atmosphäre aufgebaut und wir hatten uns gedacht, das wir bzw. die Jungs vielleicht eine Ballade singen könnten oder ein Weihnachtslied. Das würde doch gut da rein passen. Natürlich nur wenn es Ok für dich ist", erwartungsvoll blickte Mark auf JD und er war sich für einen Moment nicht sicher, ob sie dieses Mal alles mitbekommen hatte. "Geht Ok", murmelte JD schließlich. In Mark machte sich Erleichterung breit. "Aber mir schwebt da noch was vor", grinste JD in dann plötzlich an und Mark wußte nicht, ob ihr grinsen als gutes Zeichen zu werten war. "Was denn?" Hakte er vorsichtig nach. "Ich hätte die Jungs gerne als Backgroundtänzer", lachte sie "und ich sage was sie tragen werden, was wer wann und wo macht und singt", sprach sie dann ernst weiter. Vor ihrem geistigen Auge tanzten die Jungs in diversen Kostümen über die Bühne.

Herausfordernd ließ sie ihren Blick auf Mark ruhen. Er wußte, wenn er das ablehnen würde, dann würde sie wahrscheinlich den gesamten Auftritt platzen lassen. "Ok", nickte er schließlich und war sich nicht sicher, ob es gut war ihr so freie Hand zulassen. JD grinste und reichte ihm die Hand. Mark schlug ein und damit war die Show besiegelt.

Mit erwartungsvollen Blicken wurden die beiden wieder im Raum begrüßt. JD ging geradewegs wieder zu Izzy und grinste ihn fröhlich an. Er machte ihr wieder zwischen seinen Beinen Platz, wo sie sich auch gleich niederließ. Sie nahm seine Hände, verflocht ihre Finger mit seinen und kuschelte sich eng an ihn. Sie fühlte sich gerade so gut und glücklich. Seine Nähe tat das seinige dazu. "Jetzt werden eure Manager ein paar unruhige Nächte haben", raunte sie Izzy zu. Beide guckten schmunzelnd zu Mark und Mike. Sie hatten sich etwas abseits gestellt und Mark unterbreitete Mike gerade seine Abmachung, die er mit JD getroffen hatte. Mike schien von der Idee die Jungs einfach in JDs Hände zugeben und darauf zu vertrauen, das sie keinen Blödsinn mit ihnen machen und ihre gerade beginnende Karriere aufs Spiel setzen würde, nicht begeistert zu sein. JD erzählte Izzy und Bea, die neben Izzy saß, in Kurzform, was sich auf dem Flur abgespielt hatte. Beide mußten sich zusammen reißen, um nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Izzy zog JD fest an sich. "Babe, was haste denn mit uns so vor", fragte er dann neugierig nach. "Mal gucken", schmunzelte sie "wobei mir bei dir schon was einfallen würde." "Ja? Was denn?" Raunte er ihr ins Ohr und stützte sein Kinn auf ihrer Schulter ab. Ihren Duft, den er wahrnahm, berauschte seine Sinne. Er schloß kurz die Augen. Auf der einen Seite genoß er es, aber auf der anderen Seite gingen die Gedanken, die ihm gerade im Kopf herumspukten, schon wieder eindeutig zu weit.

Mike hatte sich wohl schweren Herzens damit abgefunden, daß es keine andere Möglichkeit gab die Jungs in dieser beliebten Weihnachtsshow unter zu bringen, als auf das was JD mit ihnen vor hatte zu vertrauen. Seine ganze Hoffnung lag dabei auf Izzy, denn er konnte sich nicht vorstellen, daß JD irgendwas machen würde, was seine Karriere gefährden würde. Dafür standen sie sich einfach zu nah. Er nahm sich einen Stuhl und setzte sich vor JD. Sie beäugte ihn und grinste dann herausfordernd. "So was nun?" Fragte sie Mike, denn eigentlich war ihr immer noch nicht so klar, warum sie hier eigentlich saßen.

"Wir hatten uns gedacht, daß wenn es für dich Ok ist, du den Jungs vielleicht eben kurz erzählst, wie deine Weihnachtsshow so abläuft. Und so wie Mark mir gerade sagte, hast du eventuell auch schon Ideen, wie die Jungs sich dabei einbringen könnten," erklärte er JD sein Anliegen. JD nickte bedächtig. "Ja, kann ich machen. Und dann hätte ich die Jungs gerne noch einzeln Singen gehört", stimmte sie zu. "Warum das?" Wollte nun auch Izzy wissen. "Weil wir vielleicht so etwas wie Duette singen könnten. Es gibt da ein paar Lieder, die sich hervorragend dafür eignen würden, wenn das für euch in Ordnung ist, natürlich nur," gab sie, eine ihrer gerade gekommene Ideen, preis. Mike stimmte begeistert zu und sorgte dann für Ruhe im Raum.

Nach ein paar einführende Worte, warum sie jetzt hier alle versammelt waren übergab er das Wort an JD.

Erwartungsvolle Blicke lagen auf ihr. Sie löste sich etwas von Izzy und begann zu erklären wie die alljährlichen Weihnachtsshows so abliefen und was ihre bisherigen Ideen für dieses Jahr so waren. Sie erläuterte dann kurz, was sie sich mit den Jungs so vorstellen könnte und bat dann um das Vorsingen. Innerlich hoffte Izzy, daß seine Stimme zu ihrer passen würde. Zu gerne würde er irgendwas mit ihr zusammen singen wollen. Als er an der Reihe war, rutschte Bea näher an JD ran. "Eigentlich ist es doch egal wie er singt, er gehört eh schon dir oder?" Grinste sie JD an. "Jap", raunte diese zurück "und wenn ich dafür extra ein Lied schreiben muß, daß unsere Stimmen harmonieren, daß ist meiner. Aber er muß das ja nicht wissen." Bea lachte kurz leise auf. "Das würdest du bringen."

Izzy sah kurz irritiert zu den Beiden und begann dann zu singen. Er wollte unbedingt mit ihr singen und gab sich darum extra viel Mühe um sie zu überzeugen. Er wußte, das sie Profi genug war um das, was sie privat miteinander verband, nicht unbedingt ins geschäftliche mit einfließen lassen würde.

Nach seiner Darbietung nahm er wieder hinter ihr Platz. Sie bemerkte, daß er nervös zu sein schien, wie wohl ihre Meinung über seine Stimme war. Sie ließ ihn etwas zappeln und schenkte erst einmal Mikel ihre ganze Aufmerksamkeit. Mit einem Grinsen auf den Lippen registrierte sie, das Izzy sie zu beobachten schien und wohl versuchte anhand ihrer Gestik und Mimik herauszubekommen, ob ihr Mikels Performance gefiel. Um ihn noch etwas mehr zu verunsichern, lehnte sie sich zurück. "Der hat eine geile Stimme, oder?" Raunte sie ihm zu. "Jap", gab er nur knapp von sich und in seinem Inneren machte sich eine gewisse Enttäuschung breit. Sie drehte sich leicht zu ihm um und sah wie er versuchte seine Enttäuschung zu verbergen.

Mild lächelnd hauchte sie ihm einen kleinen Kuß auf seine Wange. "Aber es ist nichts gegen deine Stimme", hauchte sie ihm dann ins Ohr um ihn von seinen inneren Qualen zu erlösen. Seine Erleichterung, daß ihr seine Stimme gefiel spiegelte sich sogleich in seinem Gesicht wieder. " Dann besteht ja noch Hoffnung", flüsterte er zurück und drückte sie leicht an sich. "Wer weiß das schon außer mir", grinste sie ihn an und zwinkerte dabei. Fragend blickte er sie an.

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Schelmisch grinsend lauschte sie den letzten Tönen von Mikel. Nachdem alle Jungs gesungen hatten, erklärte sie die Besprechung für beendet, weil sie sich erst Gedanken über den weiteren bzw. abgeänderten Verlauf der Show machen wollte. Nach und nach verließen alle den Raum um ihren eigenen Sachen nachzugehen. Izzy der sich mit Chris unterhalten hatte, blickte zu JD, die gedankenverloren weiterhin auf der Couch saß und auf ihn den Eindruck machte, als ob sie dringend mal schlafen brauchte. Er mußte schmunzeln. Der Tag war schon sehr ereignisreich gewesen. Er verabschiedete sich von Chris und ging zu ihr hinüber. "Hey Babe, wenn du hier nicht übernachten willst, solltest du jetzt wohl aufstehen und ins Bett gehen", riß er sie aus ihre Gedanken. Erschrocken guckte sie ihn an. "Was?" Murmelte sie. Mild lächelnd zog er sie hoch. " Du solltest schlafen gehen, habe ich gesagt," sprach er leise und nahm sie in den Arm. Sie liebte diese kleinen Gesten. Kurz kuschelte sie sich an ihn. "Ich will nicht," flüsterte sie trotzig. "Das sind die letzten Stunden, die wir in nächster Zeit zusammen verbringen können, die will ich nicht verschlafen," maulte sie und in ihr machte sich jetzt schon das Gefühl breit, das sie ihn sehr vermissen würde. Sanft gab er ihr einen Kuß auf die Stirn. "Komm", hauchte er und löste sich etwas von ihr. Mit dem Arm um ihre Schulter schlenderte er langsam los. Auch er wollte sich nicht von ihr trennen, eigentlich wollte er sich nie wieder von ihr trennen müssen, aber das war nur eine Wunschvorstellung.

Auf dem Flur, wo sie ihre Zimmer hatten, angekommen, wurden beide zusehends langsamer. Schweigend schlichen sie förmlich den Gang entlang. Izzy wollte JD noch bis zu ihrem Zimmer begleiten und ging an seiner Tür vorbei. Zwischen beiden Räumen blieb JD abrupt stehen. Fragend sah Izzy sie an. Ihre Augen bekamen wieder einen glasigen Glanz und er zog sie wortlos in seine Arme. In seinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Er kämpfte innerlich ebenfalls gegen seine Tränen an. Die einzige Lösung um noch etwas mehr Zeit zusammen zu haben, wäre die Nacht miteinander zu verbringen. Er wußte nicht, ob es richtig wäre sie danach zu fragen. Sein Verlangen nach ihr war nach wie vor unbändig, aber er wollte sie nicht noch einmal in die Situation bringen Tom zu betrügen. Sanft ihren Rücken kraulend, dachte er nach. Immer wieder kam er an den Punkt, daß er sie heute Nacht bei sich haben wollte. Er überwand seine Bedenken und löste sich etwas von ihr um ihr in die Augen zu schauen. Liebevoll strich er ihre Tränen mit dem Daumen von ihrer Wange und lächelte sie leicht an. "Babe, wenn du mir versprichst, dein möglichstes zu tun und deine süßen, kleinen Finger von meinem Astralkörper fern hältst, dann würde ich gerne diese Nacht mit dir verbringen", flüsterte er schelmisch grinsen. JD lachte leise auf und ein Strahlen legte sich auf ihr Gesicht. "Die Frage ist doch wohl eher ob du deine Finger von mir lassen kannst, oder?" Zwinkerte sie ihn an. "Stimmt wohl", gab er zu und drückte sie kurz "aber ich kann da gar nicht viel machen, ich bin doch nur ein Mann", fügte er leise hinzu. Sie nahm wieder etwas Abstand zu ihm und sah ihn musternd an. "Denkst du, wir würden das schaffen?" Fragte sie skeptisch. "Wenn wir es nicht ausprobieren, werden wir es nicht wissen", gab er zurück, hatte aber auch so seine Zweifel, ob sie es tatsächlich schaffen würden, die Finger auf der Bettdecke zulassen. "Ok, dann laß es uns ausprobieren, wie willensstark wir sind", lächelte sie ihn an. Sie lief zu ihrem Zimmer um noch ein paar Schlafutensilien zu holen und ging dann gemeinsam mit Izzy in sein Zimmer. Es herrschte ein leichtes Chaos dort, was darauf schließen ließ, daß Carlys Abgang doch sehr überstürzt gewesen sein mußte. Verlegen grinste Izzy JD an und machte sich daran etwas Ordnung zu schaffen. JD ging derweil zum Bett und stellte ihre Sachen auf die freie Seite ab. Ihr Blick fiel auf ein zerknülltes Blatt Papier, was am Boden lag. Sie hob es auf. Langsam faltete sie es auseinander. Das Blatt war mittig auseinander gerissen. JD setzte sich aufs Bett und strich beide Hälften glatt. Es schmerzte sie zu sehen, das es die Zeichnung war, die sie Nachmittags extra für Carly gefertigt hatte. "Du hast recht gehabt," flüsterte sie leise und legte die Zeichnung zur Seite. Izzy sah auf und erkannte sofort das Blatt. Er ging zu JD rüber, nahm die Blatthälften in die Hand und betrachtete es kurz. Dann fiel sein Blick auf JD, die traurig vor sich hinstarrte. "Es tut mir leid", flüsterte er entschuldigend, denn er konnte nur zu gut verstehen, daß es ihr weh tat, ihre Zeichnung so wieder zu sehen. "Ist schon gut", gab sie zurück und lächelte ihn gequält an. "Ich hätte an ihrer Stelle noch ganz andere Sachen damit gemacht", seufzte sie müde. Die letzten 48 Stunden hatten ihr ganz schön zugesetzt. Es gab wohl keine Gefühlslage, die sie in der kurzen Zeit nicht durchgemacht hatte. Sie war tieftraurig gewesen, als sie auf dem Dach gehockt hatte und ebenso endlos glücklich, als sie mit Izzy im Treppenhaus war. Dazwischen lagen Wut, Enttäuschung, Angst und auch etwas Freude. Izzy strich ihr leicht über den Rücken. "Laß uns schlafen", flüsterte er leise. Wortlos nickend erhob sie sich und ging ins Bad um sich fertig fürs Bett zu machen. Als sie wieder ins Zimmer kam lief leise der Fernseher und das Licht war gedämpft. Izzy hatte sich alle Mühe gegeben das Chaos zu beseitigen und lag nun im Bett. Sie stellte sich an die Ecke vom Schrank und beobachtete ihn. Als er bemerkte, wie JD ihn musternd, an der Ecke stand, mußte er unweigerlich grinsen. "Hey Babe, bereit auszutesten, wie willensstark wir sind", sprach er und hob einladend seine Decke etwas an. "Ich weiß, daß ich es bin, aber ob du das bist, ist hier die Frage", gab sie keck zurück und ging zu ihm herüber. Sie krabbelte ins Bett und kuschelte sich im Gedanken fragend, ob sie wirklich so willensstark war, wie sie dachte, an seinen Oberkörper.

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Er legte seinen Arm um sie und kraulte sanft ihren Rücken während er mit der anderen Hand die Fernbedienung bearbeitete.

Sich durchs Programm zappend genoß er ihre Nähe. Sie hatte eine Hand auf seinen Bauch gelegt und ließ ihre Fingerspitzen immer wieder über das Tattoo um seinen Bauchnabel gleiten. Sie spürte wie sich sein Herzschlag erhöhte. Ihr kamen wieder die Bilder von dem Morgen in den Kopf, wo sie dankt Tom bei Izzy übernachten hatte müssen. Es hallte ihr seine damalige Erklärung zu der Tätowierung im Kopf nach. Das was er am liebsten machte. Sie mußte schmunzeln. Izzy legte die Fernbedienung aus der Hand und strich ihr sanft über die Hand. Auch ihm ging gerade die erste Nacht mit ihr durch den Kopf. Verträumt hingen beide ihren Gedanken nach, als sie durch eine leise Melodie aus ihnen gerissen wurden. Erschrocken sah sich JD nach ihrem Telefon um. Izzy ahnte wer um diese Zeit noch anrufen würde. Diese Ahnung wurde bestätigt, als JD das Gespräch annahm und ihr gegenüber mit einem "Hey Tom" begrüßte. Schlagartig war dieses Gefühl der Eifersucht wieder in ihm. Es war, wie vor gut 14 Tagen, wo er unbedingt wissen mußte, warum Tom bei JD war. Innerlich zog sich wieder alles zusammen bei ihm. Tom hatte das was er wollte und nicht haben konnte. Er gönnte es ihm schon auf eine Weise, denn er mochte ihn, aber auf der anderen Seite wäre er lieber an dessen Stelle gewesen. Kurz lauschte er dem Gespräch. An JDs Reaktionen konnte er merken, daß es ihr in diesem Moment unangenehm war, hier mit ihm auf dem Zimmer zusein und am Telefon ihren Freund zu haben. Leise stand Izzy auf und verzog sich ins Bad. In ihm brach ein Krieg aus und ihm wurde schlagartig bewußt, daß er alleine war. Er hatte keine Freundin mehr. Er hatte keinen Menschen mehr der ihm Zärtlichkeiten schenkte und mit ihm seine tiefsten Gedanken austauschen konnte. Auf einmal fühlte er sich verdammt einsam. Der Blick in den Spiegel verriet ihm, das der innere Schmerz begann ihn auf zu fressen. Tränen kämpften sich ihren Weg nach oben. Er löschte das Licht und ließ sich auf den Boden nieder. Mit dem Rücken an der Badewanne lehnend, schloß er die Augen und ließ seinen Tränen freien Lauf. Es machte ihn fertig, daß er soviel für sie empfand, aber nicht wußte, wie er es zeigen konnte ohne das es zuviel wurde. Er legte seinen Kopf auf den Badewannenrand und betrachtete das Lichtspiel an der Decke was durch den Spalt an der Tür hervorgerufen wurde. Er hörte wie sie das Gespräch mit Tom beendete und sich der Badtür näherte. Wieder schloß er die Augen und hoffte, das sie nicht eintreten würde. Sie sollte ihn so nicht sehen. Allerdings war er auch nicht fähig sich jetzt aufzuraffen und die Tür ganz zu verschließen.

Vorsichtig schob JD die Tür auf. Erstaunt ließ sie ihren Blick durch den Raum gleiten und blieb an Izzy hängen. "Was ist mit dir denn los?" Flüsterte sie leise und ging auf ihn zu. Er sah kurz mit seinen rot verweinten Augen zu ihr auf. "Nix", murmelte er und schloß die Augen erneut. JD ließ sich auf seinen Beinen nieder und strich ihm vorsichtig mit ihrer Hand die Tränen von der Wange. Mit ihrem Daumen fuhr sie ihm sanft über seine Lippen. Kurz danach spürte er, wie sie ihm einen zarten Kuß auf die selbigen hauchte. Immer wieder berührten ihre Lippen sanft seinen Mund. Dann begann sie ihm zarte Küsse auf die Augen, die Stirn und die Wangen zu hauchen. Vorsichtig hielt sie dabei sein Gesicht in ihren Händen. Seine inneren Kämpfe die bis vor wenigen Minuten noch in ihm gelodert hatten, wie ein Großbrand, erloschen langsam zu einem kleinen Licht, was nach einem kurzen Aufflackern endgültig erstarb. Er legte seine Hände auf ihrer Hüfte ab. Er genoß ihre Liebkosungen, die sie mittlerweile auf seine Halsbeuge ausgedehnt hatte. Sie küsste seinen Hals und knabberte dann vorsichtig an seinem Ohr. Ein leises Aufstöhnen kam über seine Lippen. Immer fordernder wurde ihr Spiel an seiner Hals- und Ohrregion. Seine Atmung beschleunigte sich und das Verlangen nach ihr wuchs wieder an. Seine Hände begannen sich selbständig zu machen und erforschten ihre Seiten und ihren Rücken. Leicht erregt erhob er nun seinen Kopf und begann seinerseits ihren Hals zu liebkosen. Sein ganzer Körper wollte sie. Er wollte sie schmecken und sie mit jeder Faser seines Körpers lieben. Er steckte all seine Leidenschaft in seine Berührungen. JDs Körper wurde von einer Welle der Erregung überflutet. Seine Zuwendungen entfachten eine Hitze in ihr. Ihre Gedanken waren nur auf Izzy fokusiert. Sie spürte sein Verlangen und war bereit dem nachzugeben. Seine immer intensiver werdenden Liebkosungen brachten sie zum leisen Aufstöhnen. Die immer schneller werdende Atmung zeigte sich durch keuchende Geräusche. Izzy löste sich von ihr und sah ihr tief in die Augen, ihr war als konnte er mit diesem Blick in ihrer Seele lesen. Langsam hob er ihr Oberteil an und zog es ihr fast schon in Zeitlupentempo über den Kopf aus. Seine Lippen suchten die ihrigen und glitten dann an ihrem Hals hinab. Seine Hände hatte er auf ihr Gesäß gelegt und zog sie nun vorsichtig, aber bestimmt, tiefer in seinen Schoß. JD lehnte sich mit ihrem Oberkörper zurück. Izzy nahm eine Hand von ihrem Gesäß und ließ seine Fingerspitzen über ihre Brust gleiten. Wortlos vor Erregung sahen sie sich beide tief in die Augen. Langsam beugte sich Izzy nach vorne und begann die Knospen ihrer Brust mit seiner Zunge zu um spielen. Seine Hand unterstützte seine Aktion. JD legte ihren Kopf in den Nacken und schloß die Augen. Ihr Körper bebte vor Verlangen und der Wunsch ihn nochmal spüren zu wollen, wurde übermächtig. Als Zeichen ihrer Bereitschaft ließ sie sachte ihr Becken kreisen. Langsam arbeitete sich Izzy wieder hoch zu ihrem Hals. Er liebkoste ihn intensiv und ließ seine Hand, die bis gerade noch ihre Brust bearbeitet hatte, in ihren Schoß gleiten. Seine Finger suchten sich den Weg in ihre Pantie um dort ein Spiel an ihrer empfindlichsten Stelle zu beginnen. Mit einem lauten Aufstöhnen quittierte JD diese Aktion. Sie fühlte sich, als ob ihr Körper unter Strom stehen würde. Keuchend versuchte sie einen klaren Verstand zu bewahren. Aber seine Liebkosungen und das Fingerspiel ließen ihr keine Chance. Sich an ihn krallend, ließ sie die erste große Welle der Erregung über sich ziehen. Sie wollte ihn heute Nacht, daß wurde ihr von Sekunde zu Sekunde klarer. Die Lust, die sich immer mehr in ihr breit machte, ließ ihren Körper aufbäumen. Sie konnte in ihrem Schoß fühlen, wie seine Männlichkeit immer weiter anwuchs und ihr Verlangen ihn in sich spüren zu wollen, war unbändig. Sie drückte sich etwas ab von Izzy und verschaffte sich so eine kleine Lücke um auch ihn in seiner Erregung weiter anzustacheln. Mit geschickten Fingern suchte sie sich ihren Weg und begann ihn zu massieren. Ihre vor Erregung glänzenden Augen guckten ihn lächelnd an. Izzys Atmung wurde zuhörendes Keuchender. Für einen Moment schloß er die Augen und genoß ihre Zuwendung. Er ließ seine Finger von JD ab und gab ihr zu verstehen, daß sie auf stehen sollte.

Widerwillig trennte sie sich von ihm und erhob sich von seinem Schoß. Izzy hatte seine Hände an ihrer Hüfte liegen und streifte ihr die Pantie ab, als sie sich erhob. Als sie stand folgte er ihr in die Höhe, stoppte aber auf halber Strecke. Er ließ erneut seine Finger spielen und unterstütze das Ganze mit seiner Zunge und seinen Lippen. JD wich etwas zurück und stützte sich am Waschtisch ab. Ihr Körper wandte sich vor Verlangen. Ihre Gedanken rasten. Sie war nicht mehr Herr ihrer Sinne. Ihre Atmung überschlug sich und sie wußte nicht wie sie alles weiter noch aushalten sollte.

Izzy erlöste sie kurz und erhob sich. Er drückte seinen Körper gegen ihren und hob sie dann an. Sie schlang ihre Beine um seine Hüften. Vorsichtig und langsamen Schrittes trug er sie zum Bett, wo er sie ablegte. Die Sehnsucht beider, einander lieben zu wollen, war förmlich in der Luft zu spüren. Er zog sich langsam und unter ihren begierigen Blicken die Shorts aus. Der Anblick, der sich ihr bot, ließ sie innerlich einen Schauer des Glückes durchfahren. Sachte ließ er sich auf ihr nieder. Seine Finger suchten sich abermals ihren Weg und ließen JD eine neue Welle des Verlangens durchströmen. Sanft deutete er ihr an, ihre Beine wieder um seine Hüften zulegen. Sie folgte dem und konnte sogleich seine volle Männlichkeit in sich eindringen fühlen. Seine Finger strichen zärtlich aber ebenso fordernd über ihre Seiten. Sie tat es ihm auf seinem Rücken gleich. Langsam begann er seine rhythmischen Bewegungen. Er wollte ihre ganze Tiefe erforschen. Ihr so nah wie nur irgend möglich sein. JD überkam eine Hitze. Die Lust und das Begehren übernahmen die Macht über ihren Körper. Seinen Bewegungen angepaßt arbeiteten sie sich keuchend und stöhnend dem Höhepunkt immer näher. Es war kein Platz für weitere Gedanken, als dem einzigen, das sie sich hier und jetzt vereinten. Die Art wie sie sich liebten war für beide etwas besonderes. Es löste etwas in ihnen aus, was mit keinem Wort der Welt zu beschreiben war. Izzy legte seinen Kopf in ihre Halsbeuge und preßte seinen Körper an den ihrigen. Er legte abermals alle Kraft in sein tun und das winden und aufbäumen ihres Körpers unter ihm, verriet ihm, das sie unweigerlich am Zenit ihres Empfindens angekommen war. Sie ließen ihren Gefühlen unter lautem Stöhnen freien Lauf.

Erschöpft und in dem Augenblick nicht wissen, ob sie nicht gerade wieder einen Fehler gemacht hatten. Lösten sie sich etwas. Izzy angelte sich die Decke und bedeckte beide damit. JD kuschelte sich eng an ihn. Beide waren noch nicht bereit, darüber zu sprechen. Zu intensiv war das Geschehen gewesen. Zärtlich streichelte Izzy ihren Rücken. "Das war es dann wohl mit unserer Willensstärke", murmelte JD und sah zu ihm auf. Als sich ihre Blicke trafen, war beiden klar, daß sie ihr Tun nicht bereuten. Zumindest nicht in diesem Augenblick und was morgen war, daß war jetzt nicht so wichtig. Izzy löschte das Licht, zog sie fest an sich, als wolle er sie nie wieder hergeben und hauchte ihr einen Kuß auf die Stirn. "Schlaf jetzt", flüsterte er und war doch hellwach. Zuviel ging ihm im Kopf herum, als daß er jetzt auch nur ein Auge hätte zu bekommen können. Wie sollte das alles nur weitergehen?

-70-

Der Morgen brach an und trotz, daß Izzy kaum geschlafen hatte, wachte er bereits wieder auf. Vorsichtig blickte er neben sich ,denn für einen Moment war es ihm, als wenn er den letzten Abend und das was er und JD gemacht hatten, nur geträumt hatte. Als Traum wäre es nichts neues gewesen, denn die hatte er von der ersten Begegnung an immer und immer wieder gehabt. Dieses Mal aber war es keiner. Sie lag friedlich schlafend neben ihm. Ein lächeln huschte über seine Lippen, den in seinen Augen war sie das Wundervollste, was er je kennengelernt hatte und das in jeder Hinsicht. Kaum hatte sich das Gefühl des Glückes ihn ihm breit gemacht, bremste das Gefühl der Traurigkeit ihn wieder aus. Sie lag da zwar nun neben ihm und sie hatten auch zum zweiten Mal miteinander geschlafen, aber er wußte, daß das an der eigentlichen Situation zwischen ihnen nicht viel ändern würde. Dazu kam, daß heute der Tag des Abschieds war und der war unumgänglich. Langsam drehte er sich auf die Seite um sie besser betrachten zu können. Er wußte nicht ob er sie erst Minuten oder schon fast eine Stunde ansah, denn er verlor bei ihrem Anblick jedes Zeitgefühl, da sich in seinem Kopf nur alles um sie drehte, als er leise ihre Stimme vernahm. Der Klang ihrer Stimme holte ihn wieder ins hier und jetzt zurück. Er horchte auf und vernahm wieder ihre Stimme. "Hey, hör auf mich so anzustarren", flüsterte sie leise, hatte aber ihre Augen nach wie vor geschlossen. Er fühlte sich ertappt und mußte schmunzeln. Langsam kam Bewegung in ihren Körper. Ihre Augen öffneten sich blinzelnd. "Guten Morgen Babe", hauchte er und strich ihr liebevoll eine Strähne aus dem Gesicht. Ein Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit. "Guten Morgen," gab sie zurück und streckte sich etwas. Dann drehte sie sich wieder auf die Seite und betrachtete nun ihrerseits Izzy. Mit dem Zeigefinger begann sie die Konturen seines Gesichtes abzufahren. "Ich werde dich die nächsten Wochen wahnsinnig vermissen", murmelte sie leise und versuchte sich jede Einzelheit seines Gesichtes einzuprägen. In seinem Inneren krampfte sich alles zusammen. Er wollte einfach nicht daran denken, daß das hier gleich vorbei sein würde. "Ich hoffe, wir schaffen es dieses Mal etwas besser in Kontakt zu bleiben und zu telefonieren," flüsterte er und für einen Augenblick legte sich ein ernster Ausdruck auf sein Gesicht. Sie rückte näher an ihn ran, so daß sie ihre Stirn an seine legen konnte. "Wir schaffen das schon", hauchte sie und streichelte kurz über seine Wange. Zu gerne würde sie ihn jetzt küssen, aber wenn sie es täte, würde sie mehr wollen und sie konnte sich schon jetzt ausmalen, wo daß wieder hinführen würde. Sie hatte ihren Gedanken gerade fertig gedacht, da spürte sie schon seine Lippen auf ihre. Zaghaft berührten sie sich immer und immer wieder. Bis sie sich schließlich doch nicht mehr zügeln konnte und ihre Zunge bei ihm um Einlass bat. Er gewährte es ihr nur zu gerne. Sanft begann er ihren Nacken zu kraulen, immer in der Versuchung weiter zu gehen. Widerwillig löste sie sich schließlich von ihm. "Laß mich raten, du möchtest jetzt sagen, daß wir aufhören sollten, oder?" Nahm er ihr die Worte vorweg und grinste schelmisch. "Jap, genau das wollte ich sagen", nickte sie und hauchte ihm noch einen Kuß auf die Lippen. "Das wird mir sonst zu gefährlich", zwinkerte sie ihn an. "Gefährlich?" Fragte er herausfordernd und grinste frech. Seine Hand wanderte dabei auf ihrem nackten Körper immer weiter abwärts. Sie schloß kurz die Augen und war kurz davor der Versuchung nachzugeben, aber ihr Verstand sagt ihr, daß es den Abschied nicht leichter machen würde. "Izzy, Stop", flüsterte sie leise und öffnete die Augen. Sie blickte ihm tief in seine braunen Augen und mußte unweigerlich schlucken, als sie spürte, wo er seine Hand stoppte. Ein kribbeln durchfuhr ihren Körper. Sekundenlang verharrten beide in der Position, nicht wissen ob sie weiter machen sollten oder besser nicht. Ihr Verstand war gerade dabei nachzugeben, als Izzy seine Hand schließlich doch von ihr nahm. "Es ist besser so", flüsterte er traurig und zog sie einfach in seine Arme um sie ein letztes Mal leidenschaftlich zu küssen. Sein Verlangen wurde durch ihre Nähe unerträglich und so löste er sich widerwillig von ihr und stand wortlos auf. Er ging zu seinem Schrank, suchte sich Klamotten raus und verschwand ins Bad. JD lag unfähig sich zu bewegen im Bett und ließ die letzten Minuten Revue passieren. Ihre Gedanken rasen und es wurde ihr immer klarer, daß sie ihre Gefühle zu ihm nicht mehr lange unterdrücken konnte. Sie erhob sich langsam und suchte sich ihre Sachen zusammen.

Izzy stand währenddessen unter der eiskalten Dusche. Die hatte er jetzt wahrlich nötig. Es war sozusagen in aller letzter Sekunde zur Trennung gekommen, ansonsten hätte er nicht mehr widerstehen können. Als sein Verlangen sich wieder abgekühlt hatte, stellte er das Wasser aus und machte sich fertig. Als er aus dem Bad trat, saß JD mit einem Shirt und einer Hose bekleidet auf dem Bett und verfolgte ein Interview auf VIVA. Er bemerkte ihren starren Blick und folgte diesem auf dem Bildschirm, die Bilder die er da sah, ließen ihn schlucken. Das was es da zu sehen gab, würde in nächster Zeit JD eine schwere Zeit bereiten, daß wurde ihm schlagartig bewußt. "Wie sind die nur an diese Bilder gekommen," hörte er JD tonlos sagen und sah sie an. Sie sah auf und die Leere in ihrem Blick tat ihm weh. Beiden war bewußt, was das zu bedeuten hatte. "Und nun?" Fragend guckte sie Izzy an und erste Tränen liefen ihr über die Wangen. "Was mache ich jetzt?"

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