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-86-

Er erhob sich und ging leise weg von ihr, aber er ließ sie nicht aus den Augen. Gregor hatte sich derweil aus dem Zimmer geschlichen, er war sich sicher, dass Izzy an sie heran kommen würde. Denn auch, wenn es für diesen nicht so schien, hatte sie im Vergleich zu den Tagen davor, schon wieder positive Zeichen von sich gegeben. Izzy ging ums Bett zum Fenster und zog schwungvoll die Vorhänge auf. JD versuchte sich unter den Decken zu verstecken, weil ihr das helle Licht in den Augen weh tat. Dabei fluchte sie auf spanisch vor sich hin. Izzy mußte grinsen. Er öffnete das Fenster und ging wieder zum Bett. Er krabbelt zu ihr und schob die Decke von ihrem Gesicht. "Mit einem Geh weg, ich will allein sein, lass ich mich nicht abspeisen, da mußt du schon was besseres bringen." raunte er ihr zu, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und sah ihr dabei fest in die Augen. Er war nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt, doch so schnell wie er bei ihr auf dem Bett war ,war er dann auch schon wieder runter "So, Babe, du hast hier lange genug herum gegammelt. Jetzt wird aufgestanden. Ich bin doch nicht hier hergekommen um dir beim herum liegen zu zugucken," sprach er und zog dann mit einem kräftigen Ruck die Decken weg. Kurz stockte er, als er sie da so liegen sah. Sie war schon immer zierlich und schlank gewesen, aber jetzt wirkte sie abgemagert. Er mußte schlucken und konzentrierte sich dann wieder auf das , was er vor hatte. Er schmiß die Decke weit weg vom Bett Richtung Tür und machte sich dann daran in ihrem Schrank nach Sachen zu wühlen. Er fand eine Hose und ein Oberteil, was ihm gefiel. Er schmiss es ihr aufs Bett, wo sie nach wie vor lag und ihn verwirrt anguckte. "Hier, du hast 30 min um zu duschen und dich fertig zumachen. Ich werde unten in der Lobby auf dich warten," sprach er und ging Richtung Tür. "Ach ja und denk nicht mal darüber nach ,es nicht zu machen, Babe," sagte er gespielt drohend und verließ das Zimmer mit der Decke. Auf dem Flur wartete Gregor, der ihn nun erstaunt anguckte. Doch bevor er was sagen konnte, hatte Izzy ihm schon die Decke in die Arme gedrückt. "Hier, du solltest mal wieder schlafen, Augenringe stehen dir nicht", grinste er ihn an und machte sich auf den Weg zum Fahrstuhl. "Wo willst du hin?" Rief Gregor ihm verwundert nach. "Ich muß eben was organisieren und in 28 min hast du dann Ruhe um zu schlafen, dann werde ich mit JD etwas Essen gehen", gab Izzy zurück und verschwand um die Ecke. Schnell machte er sich auf den Weg zur Rezeption. Er wollte einen Tisch im Restaurant, an dem sie unbeobachtet waren. Ihm war klar, dass sein Vorhaben gewaltig nach hinten losgehen konnte, aber er konnte auch nicht mit ansehen, wie sie sich hängen ließ. Nachdem er alles arrangiert hatte, machte er suchte er sich eine Platz von dem aus der den Fahrstuhl im Auge hatte. Er war sich unsicher, ob sie wirklich kommen würde und von Minute zu Minute wurde er nervöser. Doch er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen.

Währenddessen hatte sich JD aufgesetzt. Ungläubig, was Izzy da gerade gemacht hatte, schaute sie ihm hinterher. Als sie an seinen letzten Satz dachte, huschte ihr sogar ein leichtes Lächeln über die Lippen. Sie wußte, dass er sich was überlegen würde, wenn sie sich tatsächlich weigern würde. Aber sie war auch neugierig, was er geplant hatte. Es hatte sie sowieso schon überrascht, dass er aufgetaucht war.

Vorsichtig machte sie sich daran aufzustehen. Sie war etwas wackelig auf den Beinen und ihr Kreislauf machte sich auch bemerkbar. Langsam machte sie sich mit den Sachen ,die Izzy ihr aufs Bett geschmissen hatte, auf den Weg ins Bad. Sie hatte Zweifel daran, dass sie überhaupt irgendwo hin konnte, so schlapp wie sie sich fühlte. Doch die Dusche half ihr etwas auf die Beine und sie begann sich etwas wohler zu fühlen. Sie zog die Sachen an und stellte fest, dass sie abgenommen hatte. Sie besah sich etwas genauer im Spiegel. Sie war immer noch blass und ihre Augen hatten einen traurigen Ausdruck in sich. Sie legte etwas Schminke auf um etwas frischer zu wirken. Dann machte sie sich auf den Weg nach unten. Im Fahrstuhl überkam sie die Nervosität, was wäre, wenn da irgendwelche Fans oder andere Leute wären ,die sie erkennen würden? Der Gedanke machte ihr Angst und sie begann zu überlegen, ob sie nicht doch lieber wieder aufs Zimmer zurück gehen sollte, doch als sich die Fahrstuhltür öffnete und ihr Blick auf Izzy fiel, wußte sie, dass sie das nicht bringen konnte ohne ihn zu verlieren.

Unsicher ging sie auf ihn zu. Die Umgebung beobachtend und immer den Gedanken haben ,wo sie hin könnte, wenn doch jemand auf sie zukam.

Izzy sah sie aus dem Fahrstuhl kommen. Er bemerkte ihre Unsicherheit und erhob sich aus dem Sessel um ihr etwas entgegen zu gehen. Als sie aufeinander trafen, nahm er sie in den Arm und gab ihr zur Begrüßung einen sanften Kuss auf die Wange. "Hey, Babe, alles Ok?" Fragte er leise nach. JD nickte leicht. "Vertrau mir, Ok?" Lächelte er sie an und drückte sie ein weiteres Mal. Er war ohne Ende froh, dass sie wirklich gekommen war. Er löste sich von ihr, da sie sich nicht bedrängt fühlen sollte. "So, dann lass uns mal Essen gehen," sprach er und ging mit ihr zum Restaurant. Eine Kellnerin brachte sie zu einem unbeobachteten, etwas abgelegenen Tisch. Er war schlicht, aber dennoch schön gedeckt. Sie nahmen ihre Plätze ein und saßen sich einen Moment schweigen gegenüber. Er beobachtete wie sie versuchte ihre Nervosität unter Kontrolle zu bekommen. Er konnte förmlich spüren, das sie gegen ihre innere Angst ankämpfte und er hoffte so sehr, dass sie nicht aufgeben würde.

Sie bekamen die Speisekarten und während Izzy sofort wußte, dass er ein Steak wollte, wußte JD überhaupt nicht, was sie essen sollte. Alleine der Gedanke brachte ihr ein flaues Gefühl in der Magengegend. Sie klappte die Karte zu und legte sie bei Seite. Izzy sah sie an. "Und hast du was gefunden?" fragte er nach. JD schüttelte verneinend den Kopf. "Ich kann nichts essen", flüsterte sie. " Mir ist schlecht," versuchte sie sich zu erklären. Izzy nahm das jedoch nicht hin. "Wenn du dir nichts bestellst, dann bestell ich dir was, aber du wirst etwas Essen und wenn es nur eine Kleinigkeit ist", gab er ernst zurück. JD mußte schlucken. So hatte sie ihn noch nie erlebt. Er schien so ernst und bestimmend. Als die Kellnerin zurück kam um die Bestellung aufzunehmen, bestellte Izzy 2 Steaks und einen Salat. JD sah ihn irritiert an. Er mußte grinsen. "Du hast mal gesagt, dass wir mal Steak essen gehen müssen, weil du das auch so gerne ißt und ich denke, das ist doch jetzt die Möglichkeit schlechthin. Wann haben wir sonst schon die Gelegenheit mal alleine Essen zu gehen", sprach er milde und zwinkerte ihr zu. Ihr huschte ein Lächeln über die Lippen. Sie konnte sich noch an die Situation erinnern, da hatten sie Essen von Mc Donalds gegessen und JD hatte sich gewundert, wie sich die Jungs das nahezu tagtäglich rein stopfen konnten. Dabei hatten sie dann festgestellt, dass sie beide sehr gerne Steaks aßen und sie beschlossen damals, dass sie mal gemeinsam und ohne die anderen Essen gehen wollten. Jetzt war es wohl so weit und wenn sie sich nicht so schlapp und leer fühlen würde, dann wäre die Situation jetzt gerade wohl perfekt dazu. "Jap, du hast recht, aber ich weiß nicht ob ich es essen kann, irgendwie ist mir schlecht", versuchte sie ihm zu erklären. Izzy nickte. " Aber du solltest versucht zumindest ein wenig zu essen, muß ja nicht das ganze Steak sein, aber ich denke, es wird dir besser gehen ,wenn du wieder was im Bauch hast," verstärkte er seinen Wunsch, warum sie essen sollte. "Ja", sagte sie " du hast wohl recht." Sie spürte wie sich ihre Unruhe etwas legte und sie sich in seiner Gegenwart, wie schon so oft zuvor, beschützt fühlte. Auch er konnte es an ihrer Körperhaltung sehen und nun war nur noch die Frage, ob er sie dazu bringen konnte etwas zu essen.

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Izzy versuchte die Zeit bis zum Essen etwas zu überbrücken und schnitt ein Gesprächsthema an ,wo er sich aber eigentlich gar nicht sicher war, ob er darüber mit ihr reden sollte. Er fragte sie ,wie weit sie mit der Weihnachtsshow war, da sie ja auch noch Proben mußten. In ihren Augen begann es zu glitzern und sie brauchte einen Moment, bis sie antworten konnte. "Es wir keine Weihnachtsshow geben. Ich werde nie wieder eine Bühne betreten und auch nichts mehr in dieser Richtung machen", versuchte sie ihm zu erklären. Er mußte schlucken. Das hatte er so nicht erwartet. "Babe, du bist für die Bühne geschaffen, das kannst du nicht einfach so aufgeben. Außerdem würdest du Mark und Mike doch nur in ihrer Meinung bestätigen ,dass du zu jung bist um so etwas zu planen und zu organisieren. Und dafür hast du dich doch nicht so ins Zeug gelegt, damit die am Ende recht behalten", versuchte er JD anzustacheln. Sie zuckte nur mit den Schultern. "Ich kann nicht mehr auf die Bühne gehen", flüsterte sie und senkte ihren Blick. Izzy schwieg einen Moment. "Doch du kannst", sagte er dann leise aber bestimmt. "Du mußt sogar", fügte er dann hinzu. "Wir wollten doch was zusammen machen", sprach er leise. " Izzy...," sie stockte und mußte gegen den Kloß im Hals ankämpfen. "ich kann das nicht, bitte du mußt das verstehen. Es geht einfach nicht mehr." Still glitten einige Tränen über ihre Wangen. Izzy lehnte sich vor und wischte sie weg. "Wir werden später darüber reden ,Ok?" Vertagte er das Thema und versuchte sie wieder zu beruhigen, indem er ihre Hand nahm und mit seinem Daumen über ihren Handrücken strich.

"Was machen eigentlich deine Comic Pläne", fragte er dann nach ,als sie sich wieder gefangen hatte. "Auch nicht viel in letzter Zeit, aber vielleicht fang ich wieder damit an", gab sie zurück. "Das solltest du unbedingt, du kannst das so gut," stimmte er zu, wurde dann aber von der Kellnerin unterbrochen ,die mit den Steaks und dem Salat an den Tisch herangetreten war.

Er verstummte und ließ das Essen auftragen. Dabei beobachtete er wieder einmal JD. Sie wirkte nervös. Unruhig kaute sie auf ihrer Lippe herum und es schien fast so, was wenn sie innerlich mit sich kämpfte, ob sie nun essen sollte oder nicht.

Er nahm sein Glas und hielt es ihr entgegen. Sie stießen an und sie nah meinem kleinem Schluck. Ihre Augen musterten ihn, als er sich daran machte ein Stück von Steak abzuschneiden um es dann genüßlich im Mund verschwinden zu lassen. "Hm, Babe, du mußt das probieren, es ist einfach köstlich , fast perfekt", lobte er das Essen und sah sie auffordernd an. Langsam griff sie zum Besteck und setzte es an, um sich nun ebenfalls ein kleines Stück von ihrem Steak abzuschneiden. Fast schon in Zeitlupentempo führte sie es zum Mund und ließ das Stückchen Fleisch darin verschwinden. Erwartungsvoll sah Izzy ihr dabei zu. "Und wie ist es?" Fragte er, als wenn er das Steak selbst zubereitet hätte. JD nickte. "Es ist ganz gut", antwortete sie schließlich, als sie es heruntergeschluckt hatte. Sie machte sich daran ein weiteres Stück abzuschneiden und Izzy begann zu strahlen. In seinen Augen war es ein großer Schritt, dass sie wieder zu Essen begann. Sie schaffte fast das ganze Steak. Pappsatt und mit wesentlich gesünderer Farbe im Gesicht schob sie Izzy den Teller rüber. Nur widerwillig nah er das restliche Fleisch an, aber sie versicherte ihm, dass sie wirklich satt war und nicht wollte ,dass das gute Fleisch am Ende seinen letzten Gang in die Mülltonne antreten mußte.

Nachdem auch Izzy aufgegessen hatte ,ließ er seinen Blick aus dem Fenster schweifen. Heute war ein schöner und sonniger Tag, obwohl es schon November war. Der Anblick des Hotelparks lud zum Spazierengehen geradezu ein und so machte er JD den Vorschlag, welchem sie zustimmte. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Zimmer um sich Jacken zu holen. Leise öffnete JD die Tür und sie schlüpften hinein. Die Fenster des Zimmers waren wieder abgedunkelt und auf dem Zusatzbett lag Gregor in seiner Decke gehüllt und holte den Schlaf der letzten Nächte nach. JD wurde bewußt, wie sehr er sich die letzen Tage für sie aufgeopfert hatte. Er war ihr nahezu nicht von der Seite gewichen und hatte kaum geschlafen.

Mit ihren Jacken bewaffnet gingen sie in den Park. Sie schlenderten um den See, der sich in der Mitte des Parks befand. Obwohl das Wetter so gut war, waren nur wenige Leute im Park unterwegs und so konnte JD sich doch ziemlich gut entspannen und sie hatte sogar wieder ein Lächeln auf den Lippen. An einem Steg blieben sie stehen und Izzy nahm einige Steine um sie auf dem Wasser springen zu lassen. Danach setzte er sich auf den Steg und schaute aufs Wasser. JD nahm neben ihm Platz. "Weißt du, ich hab noch nie so die Ruhe genossen, wie jetzt. Früher war so etwas undenkbar für mich ,da war ich immer in Action und brauchte das auch, aber jetzt wo wir hier in Deutschland unterwegs sind und ich manchmal nicht mal weiß, wo ich gerade bin, genieß ich jetzt solche Momente," sprach Izzy nachdenklich und sah weiter aufs Wasser. "Tja, und ich kann das jetzt jeden Tag haben", grinste JD , was ihr jedoch verging als sie Izzy Blick sah. "Aber du kannst mir doch nicht sagen ,dass dir das Performen auf der Bühne nichts mehr bedeutet, mal abgesehen von dem was da jetzt mit den Fans von Tom war, aber das nehme ich dir nicht ab", sprach Izzy und sah sie kurz an. " Weißt du, ich habe das Performen immer geliebt, aber das Ganze drum herum hasse ich, ich kannte nichts anderes ,als immer durch die Gegend zu tingeln und auf der Bühne zu stehen und ja ich liebe es, aber alles andere hab ich zu hassen gelernt und das nicht erst seit dem mit den Fans. Ich wollte vorher schon nicht mehr und als wir dann für ein Jahr nach Finnland sind um dort unerkannt Pause zumachen, hab ich die Ruhe erst richtig zu lieben gelernt. Um so schlimmer war es dann jetzt wieder einzusteigen, weil ich die Ruhe und das Privat sein noch mehr vermisst habe, als vorher schon", seufzte sie und wurde immer leiser beim Sprechen. Ein Glitzern legte sich wieder einmal auf ihre Augen und Izzy legte seinen Arm um sie und drückte sie. "Aber wenn ich ehrlich bin , dann würde ich schon gerne mit euch die Show machen. Allerdings steigen mir dann wohl als nächstes eure Fans aufs Dach," gab sie zu bedenken. Izzy schüttelte den Kopf. "Ich denke nicht, das ist doch was anderes." "Stimmt und nach der Erfahrung, werde ich mich auch davor hüten jemals wieder mit einem Boyband Mitglied eine Beziehung einzugehen. Nie wieder", sprach sie und der Klang ihrer Stimme verriet Izzy, dass sie es ernst meinte.

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Er schluckte und verdrängte die aufkommende Enttäuschung, denn ihm war ja klar, das es zwischen ihnen nichts werden würde. Darauf hatten sie sich bereits beim letzten Treffen geeinigt. Es sprach einfach zuviel gegen eine Beziehung und gerade auch nach dem Erlebnis war es eigentlich klar, dass JD sich nicht wieder freiwillig in solch eine Situation begeben würde, auch wenn er nicht glaubte, dass seine Fans so reagieren würden ,da diese schon weitaus älter waren als die von Tom. Dennoch wollte er ihr nicht noch einmal so ein negatives Erlebnis zumuten, weil er sich ja nicht sicher sein konnte, dass es nicht doch wieder passieren würde, aber trotzdem schmerzte ihn diese Aussage und es lag ihm die Frage, ob sie auf ihn warten würde ,bis er seine Karriere bei US5 beendet hätte, auf den Lippen ,aber er schluckte sie runter, denn es wäre unangemessen, zumindest in seinen Augen, jetzt danach zu fragen, selbst wenn er es nur scherzhaft sagen würde. Er war einfach nur ein guter Freund und eigentlich war er sehr froh, dass er das für sie sein durfte. Denn die Nähe, die er zu ihr hatte, die hatte wohl kaum ein anderer.

JD beobachtete ihn von der Seite, wie er wohl seinen Gedanken nachhing, sie konnte spüren, dass ihn ihre letzte Aussage getroffen hatte und erst im nachhinein wurde ihr bewußt, dass das, was sie ausgesprochen hatte auch gegen Izzy sprach. Sie schubste leicht mit ihrer Schulter gegen seine. Er blickte sie an und versuchte seine Gedanken durch ein Lächeln zu überdecken, aber so wie er JD in die Seele gucken konnte, sah auch sie, dass es ihn mehr getroffen hatte, als er jetzt zeigte. "Hey, auf dich würde ich eventuell auch warten ,bist du deine Karriere beendet hast", flüsterte sie mit einem leichtem Lächeln auf den Lippen und sah ihm direkt in die Augen. Ihr Herz sagte ihr, dass sie eigentlich gar nicht so lange warten wollte, aber die Angst, die sie alleine bei dem Gedanken an die Reaktionen der Fans verspürte, sagten ihr, dass es so lange, wie er in der Öffentlichkeit stand, keine Beziehung geben würde, auch wenn es ihr weh tat, aber sie konnte nicht da gegen an.

"Dann wollen wir mal hoffen ,dass das Ende nicht so lange dauert, was?" Konterte er und legte seinen Arm um ihre Schulter. JD lachte leise auf. "Na, ich weiß nicht, ich dachte, du willst ein großer Star werden. Reich und berühmt und vor allen Dingen erfolgreich", schmunzelte sie, " und wer weiß, ob du mich dann überhaupt noch wollen würdest", fügte sie lachend hinzu. Izzy schwieg kurz. " Weißt du was ich mir manchmal so vorstelle bzw. wünschen würde?" Er blickte sie fast schon ernst an und JD erwiderte seinem Blick mit einem fragenden. "Ich würde mir wünschen ,dass wir in vielleicht 50 Jahren auch irgendwo an einem See oder so sitzen, an die Zeit von jetzt denken und unseren Enkeln davon erzählen ,wie das jetzt alles so war", grinste er sie an und es wirkte fast schon etwas verlegen.

Sie nickte mit einem Lächeln auf den Lippen und sah wieder auf den See. "Das ist eine tolle Vorstellung, aber wer weiß , was bis dahin ist," seufzte sie und erhob sich dann. "Komm, lass uns gehen. Mir wird kalt," zwinkerte sie Izzy an. Dieser stand ebenfalls auf und so machten sie sich schweigend auf den Weg zurück ins Hotel. Gedanklich waren aber beide bereits 50 Jahre weiter und saßen zusammen am See.

Im Hotel angekommen begaben sie sich auf das Zimmer um ihre Jacken weg zu bringen und zu schauen, ob Gregor mittlerweile wieder aus seinem Tiefschlaf erwacht war. Sie öffneten leise die Tür, aber konnten als diese nur einen schmalen Spalt geöffnet war, bereits die Klänge von Musik, die aus dem Fernseher kamen, vernehmen. Er lag auf seinem Bett und zappte sich durchs Programm.

"Hey, wo wart ihr denn?" Gähnte er und drehte sich nach Izzy und JD um. "Wir waren nach dem Essen noch draußen etwas frische Luft schnappen und sind dabei etwas um den See gelaufen," erklärte JD und in ihrer Stimme schwang eine gewisse Entspanntheit mit, die Gregor bestätigte, dass Izzy mit seiner Aktion Erfolg gehabt haben mußte. JD verschwand kurz ins Bad und Izzy ließ sich am Fußende ihres Bettes nieder. Er erzählte Gregor leise in einer Schnellfassung, wie es bisher gelaufen war und es JD nun nachdem Essen und der frischen Luft doch um einiges besser ging.

"Mußt du heute eigentlich noch zurück oder bleibst du noch?" Fragte Gregor Izzy und stellte sich innerlich schon darauf ein, dass er heute Nacht wohl wieder Tränen würde trocknen müssen ,wenn Izzy wieder fahren würde. JD war gerade als die Frage gestellt wurde wieder aus dem Bad gekommen und stand nun an der Tür und guckte Izzy fragend an. Ihr Blick sagte ihm, dass sie ihn noch brauchte und er bleiben sollte. "Wenn es euch recht ist, dann werde ich heute Nacht noch bleiben und erst morgen gegen Mittag wieder zurückfahren," erlöste er schließlich JD und lächelte sie an. "Und wie recht mir das ist," freute sich JD und ging zu ihm um ihn spontan zu umarmen. Er hielt sie fest und ließ sich mit ihr aufs Bett zurückfallen. "Aber du mußt mir versprechen ,dass wenn ich dann morgen wieder abgefahren bin, du an der Show weiter arbeitest und wir das Ding durchziehen," flüsterte er ihr ins Ohr und hauchte ihr danach einen zarten Kuss auf dieses.

JD mußte schlucken. "Das nennt man dann wohl Erpressung, oder?" Gab sie zurück und Izzy konnte spüren, wie JD sich für einen Moment wieder verkrampfte. Er blickte ihr in die Augen und versucht darin zu lesen, was gerade in ihr vorging. Sie hatte Angst, dass konnte er ganz klar sehen ,aber es schien sie doch zu reizen und so gab sie letztendlich auch nach. "Ich werde die Show zu Ende bringen, aber ob ich dort noch auftreten werden, so wie es ursprünglich geplant war, kann ich dir nicht versprechen," sprach sie leise. Izzys Augen begannen zu strahlen und sein Herz vor Freude zu hüpfen. Sie würde schon wieder auf die Bühne gehen, denn er wußte, dass sie am Ende nicht gegen ihre Leidenschaft an konnte und er würde alles dafür tun, damit sie sich wohl fühlen würde und keine Angst mehr haben zu brauchte. Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und gab ihr einen zarten Kuss auf den Mund. Ihr ganzer Körper begann zu Kribbeln und es schien fast so, als ob er mit diesem Kuss etwas freigesetzt hatte, denn sie begann zu spüren ,dass sie es schaffen könnte, wenn sie nur an sich glaubte und sich nicht von anderen beirren ließ. "Danke," wisperte er und zog sie wieder fester an sich.

-89-

Gregor, der das Ganze aus dem Augenwinkel beobachtet hatte, erhob sich von seinem Schlafplatz. Er reckte sich kurz und ging dann ins Bad um sich frisch zumachen. Als er wieder heraus trat, lagen Izzy und JD unverändert auf dem Bett und genossen einfach die Nähe, die sie zu einander hatten. Dabei wollte Gregor nicht stören und er verabschiedete sich, da er noch ein Telefonat zu machen hatte und auch kurz an die Luft wollte.

JD kuschelte sich an Izzy und genoss seine Nähe. Er hatte seine Hand in ihren Nacken geschoben und begonnen sie zu kraulen. Sie lag mit ihrem Gesicht an seiner Halsbeuge und es überkam sie ihn dort einfach kurz zu beißen. Izzy quiekte auf. "Auuu, hast du noch Hunger?" Lachte er dann und begann JD durch zu kitzeln. Sich gegenseitig kitzelnd und lachend, rangelten die Beiden auf dem Bett herum, bis Izzy sich schließlich nach oben gekämpft hatte und er auf JD zu sitzen kam. Er hielt ihre Hände am Handgelenk fest und drückte sie aufs Bett. JD brauchte etwas Zeit bis sie sich wieder beruhigt hatte. Ihr standen die Tränen in den Augen vor Lachen und bei dem Anblick begann Izzy zu strahlen. Es gefiel ihm sie wieder so befreit lachen zu hören. Er ließ sich vorsichtig auf sie nieder und ließ ihre Hände los um sich besser abstützen zu können. Mit seinem Finger wischte er ihr eine Träne aus dem Augenwinkel. "Du solltest wieder öfter lachen, es steht dir so gut," flüsterte er mit einem Lächeln auf den Lippen. Er war nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt und der Anblick ihrer Lippen reizten ihn, sie einfach zu küssen ,aber er war sich nicht sicher, ob es in ihrem Sinne wäre und er wollte sie gerade auch nach der Aussage am See nicht unnötig in Bedrängnis bringen. Sie sahen sich in die Augen und ihre imaginäre Verbindung war wieder einmal hergestellt. Sie brauchten keinerlei Worte um sich zu verständigen, sie spürten was der jeweils andere dachte oder fühlte, gerade auch in solchen Situationen. Auch JD hatte das Verlangen seine Lippen spüren zu wollen, aber sie wollte ihm nicht noch mehr weh tun, in dem sie ihm vielleicht doch mehr Hoffnungen machte, als sie ihm geben konnte. Er strich ihr liebevoll mit seinem Zeigefinger über die Wange und berührte kurz ihre Lippen. Sie fühlten sich so warm und weich an und sein Verlangen, sie mit seinen berühren zu wollen, wurde größer. Er mußte schlucken und versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Doch als sie begann ihn im Nacken zu kraulen, konnte er nicht mehr. Er mußte sie einfach küssen um ihr noch etwas näher zu sein. Langsam und es kam JD schon fast wie in Zeitlupe vor, legte er seine Lippen auf die ihrigen. Es fühlte sich so verdammt gut an und vor allen Dingen richtig. Sie erwiderte den Kuss zu seiner Freude und so ließ er seine Zunge um Einlaß bitten, den sie ihm gewährte . Sie streichelte ihm dabei über den Rücken und fast schon zaghaft berührte sie immer wieder seine Haut, die das hoch gerutschte Shirt freigab. Er spürte ihre, wenn auch unsichere, Zuwendung, es verursachte in ihm ein angenehmes Kribbeln und er ließ seine Hand über ihren Hals und ihren Brustkorb wandern und begann sie nun ebenfalls sanft zu berühren. Er strich ihr über die Seite und sie näherten sich einem Punkt in ihrem Verlangen, der riskant wurde. Izzy begann ihren Hals zu liebkosen und JD gewann an Mut und ihre Hand wanderte unter sein Shirt um mehr von ihm zu spüren und ihn noch intensiver streicheln zu können. Als er ihr Ohrläppchen mit seinen Lippen zu verwöhnen begann und er anhand ihrer Atmung vernehmen konnte, dass es sie erregte, war er sich nicht sicher, ob sie weiter gehen sollten. "Babe," hauchte er, denn er fühlte wie seine Erregung kaum noch zu unterdrücken war und sie entweder jetzt alles sofort einstellen mußten oder aber es kein zurück mehr gab. JD verstand was er damit ausdrücken wollte und wenn auch nur widerwillig, zog sie ihre Hände unter seinem Shirt weg und stellte ihr knabbern ,was sie ihrerseits an seiner Halsbeuge begonnen hatte ein.

Izzy folgte ihrem tun und drehte sich von ihr weg auf den Rücken. Mit geschlossenen Augen lag er so einige Momente da und versuchte seinen Puls wieder auf ein normales Tempo herunter zu fahren. Er hörte wie JD sich erhob und ins Bad ging. Er öffnete wieder die Augen und sah ihr nach. Ihn überkam das Gefühl, dass sie wieder einmal zu weit gegangen waren und er ärgerte sich ,dass er nicht hatte widerstehen können, sie zu küssen.

Er erhob sich und ging auf den Balkon um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

JD stand währenddessen im Bad vorm Spiegel und sah sich einfach nur an. Ihr Verstand und ihre Gefühle fochten wieder einmal einen Kampf aus. Die körperliche Nähe gab ihr auf der einen Seite so ein gutes Gefühl, aber gleichzeitig sagte irgendwas in ihrem Kopf, dass es nicht gut sein konnte, dass sie ihr Herz nicht noch einmal an ein Boybandmitglied verschenken durfte. Ihr Gefühl sagte ihr ganz klar, dass diese Entscheidung bereits gefallen war, aber der Verstand versuchte dagegen anzukämpfen. Als sie sich wieder etwas beruhigt hatte, ging sie zurück ins Zimmer. Ihr Blick fiel auf das Bett, was jetzt leer war und sie erschrak. War er jetzt gegangen?

Doch dann stellte sie erleichtert fest, dass er auf dem Balkon stand. Sie ließ sich bäuchlings aufs Bett fallen und vergrub ihr Gesicht in ihrer Armbeuge. Diese hin und her Gerissenheit machte sie fertig. Die Balkontür öffnete sich und sie konnte vernehmen wie Izzy wieder den Raum betrat und die Tür hinter sich schloss. Etwas unschlüssig was er jetzt machen sollte, guckte er aufs Bett, dann handelte er einfach wie es ihm sein Gefühl sagte und begab sich ebenfalls aufs Bett. Er setzte sich vorsichtig auf sie und schob ihre Haare aus dem Nacken. Er hauchte ihr kleine Küsse in diesen und begann dann sachte sie zu massieren. "Babe?" Sprach er leise und wartete auf eine Reaktion von ihr. Sie drehte leicht ihren Kopf und er konnte ein Grummeln vernehmen. Er beugte sich leicht vor. "Alles Ok?" Hakte er weiter nach und strich ihr weiter leicht über den Rücken. "Jap", kam es von JD und er konnte sie leicht seufzen hören. Er ließ sich nehmen ihr nieder und suchte sich den Weg zu ihrem Gesicht, so dass sie sich in die Augen gucken konnten. Ihre Augen hatten einen traurigen Ausdruck, aber dennoch lag ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen. "Wir müssen das in den Griff bekommen ,oder?" Flüsterte er und JD nickte. "Jap, das müssen wir wohl."

-90-

Nachdenklich blickte Izzy JD an. Dann kam ihm eine Idee. "Ha, ich weiß, was wir jetzt machen," sprach er mit einem strahlendem Lächeln auf dem Gesicht und setzte sich auf. JD sah ihn verwundert an. " Was ist denn jetzt los?" Murrte sie und setzte sich ebenfalls auf. "Komm einfach mit, es wird dir gefallen, ja?" Zwinkerte er sie an und erhob sich. Er reichte ihr die Hand und zog sie hoch. Spontan drückte er ihr noch einen Kuss auf die Lippen. JD mußte lächeln, sie möchte seine Spontaneität und seine Reaktionen, wenn ihm ein guter Gedanke kam. Obwohl die Stimmung gerade noch gedrückt war, war er jetzt wieder voller Elan und schien ganz begeistert von seiner Idee zu sein. Fragend sah sie an sich herab und Izzy mußte schmunzeln. "Hey Babe, wirste jetzt eitel? Komm es ist hier im Hotel," sprach er und zog an ihrer Hand. Sie hatte kaum Zeit in ihre Schuhe zu schlüpfen, so eilig hatte es Izzy auf einmal.

Von seinem plötzlichem Elan neugierig geworden ,folgte JD Izzy und versuchte nun herauszubekommen ,was er vor hatte, allerdings bekam sie nicht mehr als nur ein "warte es ab" von ihm zu hören. Sie fuhren mit dem Fahrstuhl 2 Etagen tiefer wo auch der Frühstücksraum lag und JD hatte schon die Befürchtung, dass Izzy zu einem zweiten Fressgelagere aufgebrochen war, aber sie irrte sich, denn Izzy ging an dem Raum vorbei und bog 2 Räume weiter ab. Erstaunt blieb JD stehen und mußte dann doch schmunzeln. "Ha, jetzt sag nicht, dass du allen Ernstes eine Revanche willst", lachte sie und blickte sich um. Es war ein "Spielzimmer" mit Billard, Spielekonsolen, einer Brettspielecke und sogar einem Tischkicker.

"Doch genau das will ich, wäre doch gelacht, wenn ich nicht gegen dich gewinnen könnte," gab sich Izzy siegessicher. " Bei welchem Spiel willst du als erstes verlieren," konterte JD nun ihrerseits und drehte sich abermals in die Runde. "Lass uns mit Kicker beginnen," ließ sich Izzy nicht beirren und steuerte geradewegs drauf los. JD folgte ihm lachend. "Komm Iz, ich will dich nicht in deinem Stolz verletzen und deine Tränen trockenen müssen ,wenn du hier haushoch verlierst," gab JD nun ebenfalls siegessicher zurück. Eine Gruppe Jugendlicher, die ebenfalls in dem Spielzimmer waren, schienen sie erkannt zu haben, denn JD konnte aus dem Getuschel ihre Namen vernehmen. In ihr stieg wieder die Nervosität auf. Izzy drehte sich zu ihr um und bemerkte, dass sie unruhig wurde. "Hey Babe, was ist, kneifst du jetzt doch?" Grinste er. "Du verstehst immer noch kein deutsch oder?" wisperte JD und guckte in die Richtung der Gruppe, wo immer wieder vereinzelt welche herüber guckten. Izzy folgte ihrem Blick. "Sie haben uns erkannt," flüsterte JD ihm zu und sah ich ihn unsicher an. "Nein, kann ich nicht und Na und? Ist doch egal, ich werde doch wohl mit meiner besten Freundin Kicker spielen dürfen, komm Babe, es passiert nichts," versuchte er sie auf zu muntern und ihr die Angst zu nehmen. JD hatte Mühe dem Verlangen wegzulaufen standzuhalten. Einige der Gruppe kamen auf die beiden zu und Izzy raunte ihr ein "Bleibe ruhig" zu. "Hey, Sorry, wenn wir euch einfach so anquatschen, aber bist du nicht JD von Wild Confusion und du Izzy von US5?" Begann dann eines der Mädchen. JD nickte. "Ja, dass sind wir wohl," versuchte sie sich möglichst cool zu geben. Ein Strahlen legte sich auf die Gesichter der Mädchen. "Hey, es tut uns leid, was da mit dem Fans von Tom passiert ist, aber du hörst doch jetzt nicht wirklich auf, oder? " sprach sie weiter und sah JD erwartungsvoll an. JD zuckte mit den Schultern und gab sich unschlüssig. Langsam entwickelte sich ein Gespräch und Izzy blickte stirnrunzelnd von einem zum anderen. JD mußte lachen, als sie sein Gesicht sah. "Ich glaube, wir sollten Englisch reden, er versteht kein Deutsch," erklärte sie den Mädchen und sie merkte wie sie langsam wieder gelassener wurde. Schnell übersetzte sie Izzy, was die Mädchen bisher gesagt hatte und dann fügte sie um ihn zu ärgern noch hinzu, dass die Mädchen ebenfalls glaubten ,dass er verlieren würde. Sie wiederholte den letzten Satz auf deutsch und die Mädchen nickten und grinsten Izzy an. "Um was wetten wir, dass ich nicht verliere," versuchte Izzy JD jetzt zu provozieren. "Um alles ,was du willst, weil du ja eh verlieren wirst," gab sie zurück, aber dann hatte sie eine Idee. " Für jedes Spiel, dass du verlierst mußt du deutsche Sätze lernen, die wir dir beibringen," schlug sie vor und die Mädchen stimmten begeistert zu. Izzy sah sie skeptisch an, aber willigte schließlich ein. Er mußte etwas überlegen um sich einen Einsatz für JD auszudenken, aber dann brachte ihm der Wunsch der Mädchen nach weiteren Auftritten auf eine Idee. "Aber wenn du verlierst, was ja eigentlich jetzt schon klar ist, dann mußt du pro verlorenem Spiel einen weiteren Auftritt machen;" grinste er JD an ,die in fassungslos anguckte. Sie mußte schlucken ,dass konnte doch nicht sein ernst sein, aber so wie die Mädchen begeistert waren von seinem Einsatz, so begeistert waren sie jetzt auch von dem, was JD machen sollte.

Mit aufeinander gepressten Lippen sah sie ihm in die Augen und er wußte, dass sie darauf nicht eingehen würde. "Ok, wir machen das anders, wenn du am Ende mehr Spiele verloren hast als ich , dann machst du eine Auftritt, Ok?" Änderte er seinen Vorschlag noch einmal um und hoffte, dass sie jetzt drauf eingehen würde. Die Mädchen und sogar die Jungen der Gruppe sahen sie fast schon flehend an. "Ok," stimmt JD leise und zögerlich zu und es brach ein jubeln aus. "Hey, freut euch nicht zu früh, ich habe nicht vor zu verlieren," versuchte sie das Jubeln wieder etwas zu drücken und steuerte dann den Kicker an. "So Punc, dann mach mal etwas Platz in deinen grauen Zellen, jetzt werden Vokabeln gebüffelt," stachelte sie Izzy an und bezog Stellung. Er wußte, dass er verdammt gut auf passen mußte, denn sie beherrschte den Kicker sehr gut und er hatte nicht wirklich Lust darauf Deutsch zu lernen, wobei es schon angebracht wäre, denn so wie es aussah, würde er nicht so schnell wieder nach Amerika kommen.

Sie machten 3 Runden aus und JD fegte ihn bereits beim ersten Spiel gnadenlos vom "Platz". Mit einem breiten Grinsen sah sie ihn an. "Na Punc, noch Fragen?" Dann wendete sie sich den anderen zu. "So dann brauche ich mal ein paar deutsche Sätze, die der unbedingt können sollte." Es gab ein wildes Durcheinander, aber schließlich einigten sie sich darauf, dass Izzy sich ja vorstellen können müsste, wenn er neue Leute kennenlernte. "So, dann spreche mir mal nach. IIIIch hheissssse Izzy Gallegos, iiich bin zweeiundzwaaannnzig Jaahre aaalt und iiich kommmmmmme aaaauuus Kalifornien," sprach JD langsam und langzogen vor. Sie wiederholte die Sätze ein zweites Mal und übersetzte sie ihm dazu noch in englisch. Izzy verdrehte die Augen, sein größter Albtraum wurde gerade war. Aber er hatte zugestimmt und so beugte er sich. IIIsch eissse Izzy Gallegos,isssch biiiin zwentytwo aahre old uuuuund isssch kumme aus California ", gab er wieder und grinste stolz.

"Ok, das wird doch schwerer, als befürchtet," neckte sie ihn und tat als wenn sie nichts verstanden hätte. Er mußte es noch ganze 3 Mal wiederholen bis JD sich zufrieden gab. "Vielleicht brauchst du ja noch etwas Privatunterricht," grinste ihn ein Mädel aus der Gruppe frech an. JD verzog das Gesicht und zog eine Augenbraue hoch. "Wow, was für eine Anmache", kommentierte sie den Spruch dann trocken und widmete sich wieder dem Tischkicker. Izzy ging herum und raunte ihr ein "Eifersüchtig?" ins Ohr. JD schnaubte verächtlich. "Naja, wenn so etwas bei dir zieht. Aber lass uns jetzt weitermachen oder gibt’s du jetzt schon auf," forderte sie ihn erneut heraus und schickte ihn wieder auf die andere Seite des Tisches, wo nach wie vor das Mädel stand und ihn anzuhimmeln schien. "Ich gebe nie auf, Babe," gab er selbstsicher zurück und eine weitere Runde begann. Innerlich mußte Izzy schmunzeln. JD war eindeutig eifersüchtig und es gab ihm ein gutes Gefühl, dass es sie störte, denn auch wenn immer wieder was zwischen ihnen lief, so war er sich doch nicht sicher, was JD für ihn empfand. Aber wenn er auch fand ,dass das Mädel seinem Stil entsprach ,so konnte und wollte er nichts von ihr.

JD gab sich zwar cool , aber es nagte doch an ihr, dass diese Mädel eindeutig mehr von Izzy wollte und ihn ohne Ablass anbaggerte. Naja, er war alt genug und sie hatten ihre Fronte ja eigentlich geklärt und so konnte jeder das tun , was er wollte, auch wenn ihr der Gedanke, dass er sich eine andere suchen könnte weh tat.

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