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-91-

JD war so im Gedanken ,dass es Izzy doch glatt schaffte das zweite Spiel für sich zu entscheiden. Er grinste JD breit an ,während neben ihm das Mädel vor Begeisterung jubelte. JD erwiderte sein Grinsen mit einem ironischen Auflachen. "Hey ,du glaubst doch jetzt nicht wirklich ,dass du das Spiel wirklich gewonnen hast. Das hab ich doch nur für dein Ego getan," gab sie keck zurück und konzentrierte sich dann wieder. Sie versucht das Mädel einfach auszublenden und bereits nach wenigen Spielzügen ,war sie wieder in ihrem Element. Sie ließ einfach ihre innerlich aufkommende Wut an dem Gerät aus. An ihrer Spielweise konnte Izzy spüren, dass es ihr mächtig gegen den Strich ging, dass er gewonnen hatte. Zumindest interpretierte er das aus ihren harten Schüssen, wo er aus seiner Sicht leider keine Chancen gegen hatte. In dem dritten Spiel ging er wieder sang und klanglos unter. JD quittierte es ihm bei ihrem letzten Treffer mit einem ebenfalls breitem Grinsen. Sie sagte jedoch kein Wort, denn das Mädel hängte sich an Izzy um ihn zu trösten, weil dieser gespielt eine Flunsch zog. Er schien es zu genießen, von ihr getröstet zu werden, denn er hatte eine Arm um ihre Hüfte gelegt und hielt sie fest. "Vielleicht sollte ich dir ein paar Begriffe oder Redewendungen beibringen, die man sagt, wenn man einem Mädchen näherkommt," zwinkerte sie ihn an und versuchte so neutral wie irgend möglich zu klingen. "Ich glaub, die brauche ich gar nicht, die Ladys kommen auch ohne vieler Worte zu mir," konterte er und sah JD tief in die Augen. "Sieht so aus," gab sie zurück und musterte kurz das Mädel. "Ok, dann brauchen wir wohl was anderes," gab sie sich nachdenklich. " Kann er eigentlich Essen bestellen beim Pizzaservice oder so?" Fragte ein anderes Mädel, was auf JDs Seite stand. JD schüttelte mit dem Kopf und begann zu grinsen. "Das ist es. Kann man sich hierher Essen kommen lassen aus dem Restaurant?" Fragte sie in die Runde und schon hielt ihr jemand einen Bestellschein unter die Nase. "Ha, das ist ja cool. Ich denke, das Abendbrot ist fällig. Wer hat Hunger?" Lachte JD und nahm die Bestellungen für diverse Pizzen entgegen. Izzy guckte sie irritiert an und ließ sich von dem Mädel erklären, was JD da gerade plante. Er verdrehte die Augen. Da hatte er sich ja auf was eingelassen. Zum Bedauern des Mädels löste er sich von ihr und ging zu JD rüber, die ihm einen Zettel hinhielt und ihm vorlas, was er zu sagen hatte. Widerwillig bestellte er und um sich die Wartezeit zu verkürzen gingen sie zum Billardtisch und machten ein weiteres Spiel. JD war darin übergegangen alles was sie auf englisch sagte auch gleich auf deutsch zu wiederholen. Im ersten Moment klang es ungewohnt für Izzy sie so reden zu hören ,aber er hatte sich schnell daran gewöhnt und das Gefühl, dass er diese Sprache vielleicht doch lernen könnte. "Wie machst du das bloß, dass du die beiden Sprachen so sprechen kannst?" Wunderte sich ein Mädchen und JD mußte lachen. "Ich bin so aufgewachsen. Wir haben alle die Sprachen von klein auf so gelernt. Meine Geschwister und ich haben immer verschiedene Ansprechpartner mit verschiedenen Sprachen gehabt. Englisch war immer die Basissprache und wenn wir zum Beispiel mit unserer Mutter gesprochen haben ,dann hat sie spanisch mit uns geredet und unser Vater hat deutsch mit uns gesprochen. Wo wir dann angefangen sind zu reisen und Musik zu machen, da sind dann noch andere Sprachen dazugekommen. Aber wir haben die dann immer so gelernt, das es erst auf englisch und dann auf der jeweiligen Sprache gesagt wurde. Irgendwann geht das dann einfach so über und man kann es dann halt. Naja, nur beim finnischen, da ist es nicht so leicht gewesen," erklärte sie und mußte grinsen. "Wieviele Sprachen sprichst du?" Fragte Izzy nun nach. "6 und soviel finnisch ,dass ich mich vorstellen und mir eine Pizza bestellen kann," gab JD zurück und zwinkerte Izzy frech an. Dieser sah sie staunend an. " Wow, und ich scheiter schon an einer zweiten Sprache ", grummelte er dann und sein Ehrgeiz war geweckt es auf jeden Fall jetzt mehr mit dem Deutsch sprechen zu probieren.

Die Pizza wurde schließlich geliefert und alle setzten sich auf den Boden um zu essen. Das Mädel nahm natürlich neben Izzy Platz und JD postierte sich gegenüber von ihm. Mittlerweile fand sie es fast schon amüsant, wie sie um ihn herum schlich und versuchte ihm näher zukommen. Man sah ihr förmlich an ,dass sie am überlegen war, wie sie mehr mit ihm in Kontakt treten konnte. JD sah Izzy kurz in die Augen und konnte sehen ,dass auch er es wahrnahm und sich ebenfalls amüsierte. Wieder einmal war es so ,als wenn sie einfach gedanklich miteinander reden würden und JD mußte schmunzeln. Das Mädel sah sie kurz irritiert an, aber schien sich dann gleich wieder auf Izzy zu konzentrieren. Sie brachte ihn schließlich dazu ein Stück Pizza aus ihrer Hand zu Essen und JD verdrehte nur die Augen. Das war ihr eindeutig zu albern. Sie aß ihr Stück Pizza auf und als sie aufsah, entdeckte sie Gregor, der sich suchend umsah. Als er JD erblickte, winkte er sie her. Sie erhob sich. Dabei kam sie ins Straucheln und schubste Izzy an, der wiederum gegen das Mädel kippte. Sie sah ihn erschrocken an, aber hatte sich dann schnell wieder gefangen. Sie hielt sich überzogen an Izzy fest, der JD verwundert nachblickte.

Er spürte wie sich ihre Fingernägel in seinen Oberarm bohrten und er zog mit einem erschrockenem Autsch seinen Arm weg. Das Mädel sah aus, als wenn sie augenblicklich zu weinen beginnen würde und Izzy zog sie mit einem "Sorry" an sich ran. Gregor sah das und schaute JD fragend an ,doch diese zuckte nur mit den Schultern und wisperte leise "Fan oder so". Sie stellten sich etwas abseits, wo Gregor JD dann sein Handy in die Hand drückte. "Mark ist dran, er will wissen, ob es eine Weihnachtsshow gibt und wenn ja ,wie die Vorbereitungen laufen. Sie bräuchten dann ja auch noch Termine für eine Probe", flüsterte er leise und JD verdrehte die Augen. Der sollte sich jetzt bloß nicht einbilden Druck machen zu können, dachte sie sich , aber legte dann ein zuckersüßes Lächeln auf und begann zu sprechen. Als sie das Gespräch beendet hatte, war sie doch überrascht von Marks Reaktionen. Er zeigte sich doch verständnisvoller, als sie es ihm zugetraut hätte. Jedoch hatte er ihr auch klar gemacht, dass die Zeit nun wirklich etwas knapp wurde und sie sah ein, dass sie etwas in der Planung hinterher hinkte. Nachdenklich ging sie zu Izzy rüber. Die Zeit war gekommen nun eine Entscheidung zu treffen, ob sie jetzt doch mitmachen wollte oder wie die Show sonst gestaltet werden sollte.

Das Mädel hing nach wie vor an Izzy und so beschloss JD ihm einfach nur zu sagen dass sie aufs Zimmer ging. Er musterte sie kurz. "Warum?" "Einer deiner Bosse hat angerufen. Ich soll sofort deine Koffer packen, in 5 Minuten holen sie dich ab. Du hast dich angeblich einfach ohne Abmeldung von der Band entfernt und das können sie nicht durch gehen lassen," gab sie gespielt ernst von sich. "So ,ich pack eben deine Sachen zusammen", grinste sie ihn dann an und tat so als wenn sie gehen würde. Er war etwas irritiert aber dann merkte er, dass sie ihn nur auf den Arm genommen hatte. Er hielt sie fest und boxte sie lachend auf den Oberarm und auch JD konnte sich nicht mehr zurückhalten und mußte lachen. Als sie sich wieder beruhigt hatten, gab sie ihm einige Stichworte, wodurch er wußte ,was sie zu tun hatte. Sie wollte noch nicht, dass irgendwer mitbekam, dass die Show doch stattfinden würde, dafür fühlte sie sich noch nicht bereit und so verabschiedeten sie sich von der Gruppe. Izzys Verabschiedung von dem Mädel wurde etwas herzlicher und er bekam nicht einmal mit, dass sie ihm einen Zettel in die Hosentasche schob, während er sie umarmte. JD jedoch sah es und sie spürte wieder ,wie ein komisches Gefühl in ihr hochkam. War sie jetzt doch etwa eifersüchtig auf so ein Mädel?

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Im Fahrstuhl angekommen ,stellte sich Izzy gegenüber von JD und musterte sie ausgiebig. Sie war wie verwandelt, wenn er sie mit dem Häufchen Elend vom mittag verglich. Sie wirkte wieder entspannter und stärker. Als sein Blick zu ihrem Gesicht aufschloss, sah er sie grinsen. Sie hatte sehr wohl bemerkt, dass er sie abzuscannen schien. "Na was denkst du?" Flüsterte sie. Er lächelte geheimnisvoll und ging zu ihr rüber um sie einfach zu umarmen. " Es ist schön, dich lächeln zu sehen," wisperte er ihr ins Ohr und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Seine Augen strahlten sie an und sie wußte nicht, was sie davon halten sollte. Gerade noch flirtete er mit dem Mädel und jetzt umarmte er sie wieder. "Bist du etwa eifersüchtig?" Sprach er leise und eine Augen hatten etwas fragendes in sich. Sie schüttelte mit dem Kopf, doch ihr Inneres schrie ganz laut ja, aber sie wollte es ihm nicht zeigen und so gab sie möglichst neutral ein "Warum? Sollte ich?" und guckte ihn ebenfalls fragend an. Er schmunzelte, drückte ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn und bevor er sich wieder von ihr löste, drückte er sie noch einmal fest an sich. Auf dem Weg zum Zimmer ließ er sich berichten, warum Mark angerufen hatte und auch er mußte Mark Recht geben ,dass es langsam Zeit wurde, die Planungen abzuschließen.

Als sie im Zimmer angekommen waren, holte JD ihren Ordner hervor und reichte ihn Izzy. Es hatte sich nicht mehr besonders viel getan ,seit er das letztem Mal dort hinein geguckt hatte und er sah auf dem ersten Blick ,dass es noch einiges zu tun gab. "OK, dann lass uns mal loslegen , damit das ganze noch steigen kann," grinste er sie an und setzte sich aufs Bett. JD folgte ihm mit einem Block und diversen Stiften. Gemeinsam machten sie sich ans Werk, die noch zu erledigend Aufgaben aufzuschreiben und auszuformulieren. JD fand ziemlich schnell wieder rein und so brauchen sie nicht besonders lange um wieder einen Überblick zu bekommen. Izzy fand die Organisation sehr spannend. Er Hatte zwar früher auch schon das ein oder andere bei seinen ersten Bands mit organisiert, aber so eine Show war dann doch schon eine Nummer größer. Um so mehr Respekt hatte er auch vor JD, dass sie das so gut auf die Reihe bekam.

Als sie auf die Seiten kamen ,wo es darum ging, was er machen sollte, beobachtete JD Izzy, wie er reagierte. Schmunzelnd las er sich seine Parts durch. "Babe, dafür wird ich dich ewig lieben," grinste er sie an und zeigte auf einen Part ,wo sie zusammen ein Lied singen würden. "Tja, wobei mir einfällt, wolltest du nicht was geschrieben haben dafür?" Gab sie zurück und sah ihn erwartungsvoll an. "Jap, hab ich", murmelte er und las weiter. "Neugierig?" Fragte er schließlich mit einem breiten Grinsen, als er das Skript durch hatte und bemerkte wie sie ihn ungeduldig ansah. "Vielleicht sollte ich noch einmal ein privates Casting durchführen," lachte sie und besah ihn mit einem herausfordernden Blick. "Vergiss es, Babe," winkte er ab , "außerdem hab ich den Text gar nicht mit," fügte er noch hinzu und zwinkerte sie an. "Man, du bist so ein schlechter Lügner," gab sie sich gespielt empört, aber lachte dann doch los. Ein Blick auf die Uhr sagt ihr dann jedoch ,dass es langsam an der Zeit war zu schlafen, auch wenn sie lieber jede Sekunde wach mit Izzy verbracht hätte, aber nachdem was sie da gerade ausgearbeitet hatten, mußte sie morgen einiges erledigen und Izzy hatte sie wieder so weit angestachelt, dass ihr zumindest die Planung Spaß machte und ihr Ehrgeiz war wieder da, das Projekt auch durchzuziehen. Gähnend sah Izzy ebenfalls auf die Uhr. Auch ihm fiel es schwer, die letzten Stunden mit Schlaf "vergeuden" zu müssen, aber er hatte einen langen Tag gehabt und nun wollte sein Körper zu seinem Recht kommen. Er räumte die Unterlagen vom Bett, während JD sich Bett fertig machte und auch er machte sich fertig. Als Izzy ins Bett kam ruhte sein Blick einen Moment lang auf dem zusätzlichen Bett, was noch leer war. " Wo ist Gregor eigentlich?" Fragte er dann und ging zu JD ins Bett. "Keine Ahnung, er mußte noch einige Telefonat machen usw. Vielleicht hat er ja auch doch noch ein anderes Zimmer bekommen ,irgendwie so etwas wollte er noch organisieren, damit wir , so wie er sich ausdrückt, unsere Ruhe haben," gab JD zurück und machte die Mimik nach ,die Gregor bei seiner Erklärung zu seinen Vorhaben gemacht hatte. Izzy grinste und zog sie zu sich ran. Sie kuschelten sich aneinander um die richtige Schlafposition zu finden. Schließlich lagen sie beide seitlich. JD mit ihrem Rücken an seiner Brust. Ihren Kopf hatte sei auf seinem Oberarm gelegt und er strich ihr sanft eine Strähne weg um ihr dann einen Kuss auf die Wange zu hauchen. "Gute Nacht , Babe," wisperte er dann und kuschelte sich noch enger an sie.

Sie spürte wie er begann sie sanft zu streicheln und mußte an die allererste Nacht zurück denken ,wo sie auch so geschlafen hatten. Es war einfach nur schön seine Nähe zu spüren und sie genoss es in vollen Zügen.

Leise begann Izzy eine Melodie zu summen und kaum hörbar stimmte er kurz darauf mit dem Text ein:

Close your eyes so you don't feel them,
They don't need to see you cry
I can't promise I will heal you,
But if you want to I will try.


I sing the summer serenade
The past is done, we've been betrayed, its true.
Someone said the truth will out
I believe without a doubt, in you

You were there for summer dreamin',
And you gave me what I need.
And I hope you'll find your freedom,
For eternity, for eternity.

We sat and watched the sun go down,
Picked a star before we lost the moon.
Youth is wasted on the young,
Before you know its come and gone too soon.

You were there for summer dreaming,
And you gave me what I need.
And I hope you'll find your freedom,
For eternity, for eternity.

(eternity- Robbie Williams)

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JD wagte es kaum zu atmen , während Izzy sein Lied vortrug. Es war für sie das Schönste, was sie jemals gehört hatte. Zumindest kam es ihr so vor und dazu kam, dass Izzy es gesungen hatte. Ihr fiel auf ,dass sie ihn noch nie so wirklich hatte singen hören, wenn man mal von ihrem kleinen "Casting" absah. Als er fertig war, wußte JD nicht wie sie ihr empfinden ausdrücken sollte. "Es ist toll, traumhaft schon", wisperte sie leise und drehte sich leicht um ihm einen sanften Kuss zu geben. Er konnte dank einem kleinen Lichtstrahl, der durch die Gardinen drang, erkennen, dass sie wirklich gerührt von seinem Song war. Verlegen lächelte er , aber innerlich machte es ihn stolz, dass es ihr gefiel, da er sich beim Schreiben so unsicher gewesen war, ob er so alle seine Gefühle hatte richtig ausdrücken können, ohne schnulzig zu wirken. Eng aneinander gekuschelt schliefen sie schließlich ein.

Am nächsten Morgen wachte Izzy durch ein schnarchendes Geräusch auf. Er brauchte etwas um diese Geräuschkulisse zuordnen zu können, da JD nach wie vor eng an ihm gekuschelt lag und den Schlaf der Gerechten geräuschlos schlief. Er hob vorsichtig seinen Kopf an und konnte im zusätzlichem Bett eine leichte Bewegung ausmachen, wo drauf hin wieder ein Schnarchen folgte. Izzy ließ sich ins Kopfkissen zurück sinken und begann JD beim Schlafen zu beobachten. Sie sah so zerbrechlich und unschuldig aus. Der Gedanke sie schon in wenigen Stunden wieder verlassen zu müssen, tat ihm sehr weh. Er hatte Angst, dass sie den Elan und die Begeisterung ,die sie gezeigt hatte, als sie die Showplanung durchgesprochen hatten, wieder verlieren würde. Dass das nur für den Moment ein aufflackern ihrer Leidenschaft war und sie die Angst wieder überkommen würde, wenn sie wieder "alleine" sein würde. Gregor wäre zwar weiterhin an ihrer Seite sein, dass wußte er ,aber er schien nicht so nah an sie heranzukommen.

Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Er spürte JDs Hand auf seinem Brustkorb und ihr Blick lag verschlafen auf ihm. Lächelnd sah sie ihn an und er mußte schmunzeln. Ihm kam es fast wie ein Dejà vu Erlebnis vor, denn ihre erste Nacht bzw. der erste Morgen war ähnlich verlaufen. "Er hat wohl doch kein zweites Zimmer bekommen," murmelte JD , als sie abermals die Schnarchlaute von Gregor vernahm und gähnte. " Nein, wohl nicht. Er ist ziemlich spät heute Nacht wiedergekommen," gab Izzy flüsternd zurück, da er die Zimmertür gehört hatte.

Sanft ließ JD ihre Finger über seine Brust wandern. Sein Herzschlag, den sie deutlich wahrnahm ,da sie ihren Kopf auf seiner Brust liegen hatte, hatten eine beruhigende Wirkung auf sie. Mit einem Grinsen auf den Lippen nahm sie wahr ,wie sich genau dieser Herzschlag erhöhte, als sie begann ihn mit ihren Fingerspitzen zu berühren. Sie malte wieder einmal seine Tätowierungen nach und Izzy schloss für einen Moment die Augen um es noch besser genießen zu können. Er war sich bewußt, dass er aufpassen mußte, dass es nicht so weiter ging, denn dann würde er sich nur schwer zurückhalten können, aber er wollte JD auch nicht näher kommen ,wenn noch jemand anderes im Zimmer war. Er hielt es für unangebracht und wollte sie nicht in eine skurrile Situation bringen, wobei es sie im Moment nicht sonderlich zu interessieren schien, dass Gregor nach anwesend war, da sie begonnen hatte seine Brust mit sanften Küssen zu verwöhnen. In ihm begann ein kleiner Kampf zwischen "Engelchen" und "Teufelchen". Ihr Tun reizte ihn so ungemein, aber er konnte doch nicht einfach nachgeben, wo Gregor ,wenn auch schlafend , anwesend war. Seine Hand hatte unlängst begonnen ihren Rücken zu kraulen und ihr Duft zog ihm immer mehr in die Nase. Er hatte das Gefühl ,dass sein Verstand bald aussetzen würde, wenn JD weiterhin so eng neben ihm liegen und ihn auf diese doch so angenehme Weise verwöhnen würde. Er überlegte, was er tun könnte und entschloss sich einen kleinen Gegenangriff zu starten. Damit wollte er austesten wie weit sie gehen würde. Mit einer geschickten Bewegung hatte er sich mit ihr gedreht, so dass sie nun halb unter ihm lag. Erwartungsvoll sah sie ihm in die Augen und er grinste sie mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen an und diese sogleich mit den ihrigen verschmelzen zu lassen. Es wurde ein sehr inniger und leidenschaftlicher Kuss und Izzy hat schwer mit sich zu kämpfen nicht doch noch weiter zu gehen. Während er sich mit dem einem Arm abstützte, wanderte die andere Hand auf ihrem Körper auf und ab. Sie fühlte sich so gut an und bevor er der Versuchung nicht mehr widerstehen konnte, brach er ab und rutschte etwa ab von ihr. Beide atmeten erst einmal durch. JD drehte ihren Kopf zur Seite und betrachtete Izzy, der abermals die Augen geschlossen hielt. Er mußte sich unbedingt wieder auf andere Gedanken bringen. Als er sich wieder unter Kontrolle hatte, öffnete er seine Augen und sah sie an. Sie lächelte und strich mit ihrem Zeigefinger sanft über seine Lippen. Auch ihm zauberte es ein Lächeln auf die Lippen. Ein raschelndes Geräusch drang zu den Beiden durch und Izzy erhob wieder seinen Kopf um zu schauen, ob Gregor nun ebenfalls wach war. Mit einem verschlafenen "Guten Morgen" , gab Gregor sein erwachen bekannt und reckte sich ausgiebig. JD angelte sich die Fernbedienung, die auf ihrem Nachttisch lag und schaltete den Fernseher an. Sich wieder an Izzy kuschelnd zappte sie sich durchs Programm. Als Gregor dann soweit wach und aufnahmefähig war, berichtete ihm JD wie sie mit Izzy den Showablauf fertig durch geplant hatte und was noch erledigt werden mußte. Es freute Gregor zu hören, dass alleine dieser kleine Besuch von Izzy JD wieder soweit motiviert hatte, dass sie die Show nun doch durchziehen wollte.

Nach und nach machten sich die drei fertig zum frühstücken, wobei Izzy und JD jede einzelne Sekunde nutzen um so nah wie möglich beieinander zu sein. JD schien seine Nahe förmlich aufzusaugen und Gregor fragte sich ins geheim, wie sie sich wohl ab Mittag schlagen würde, wenn Izzy wieder abreisen mußte.

-94-

Beim Frühstück wurde ausgiebig herum geflachst und JD konnte aus dem Augenwinkel heraus wahrnehmen wie das Mädel vom Vortag immer wieder neidisch herüber schaute. Es freute sie ,dass Izzy wohl doch kein Interesse an ihr zu haben schien. Als sein Handy klingelte und er es aus seiner Hosentasche kramte um den Anruf entgegenzunehmen, kam der Zettel zum Vorschein, den ihm das Mädel in die Hosentasche geschoben hatte, als sie sich verabschiedet hatten. JDs Blick fiel kurz auf den Zettel und sie mußte schlucken. Er hatte ihn noch und sie fragte sich unweigerlich, was er damit nun machen würde. Izzy las ihn während er mit Mikel telefonierte, der ihm seine Ankunftszeit durchgab, damit Izzy sich bereit halten konnte. Mit einem schmunzeln guckte er JD an. Er sah ihr ihr Unbehagen darüber an. "Du bist ja doch eifersüchtig," grinste er, als er das Gespräch beendet hatte. Und JD merkte wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Sie zuckte mit den Schultern "Hab ich einen Grund dazu? Du kannst doch machen ,was du willst oder nicht?" Gab sie knapp zurück und löffelte weiter ihr Müsli ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen. Gregor sah von einem zum anderen und verstand nicht worum es überhaupt ging. Izzy beobachtete JD einige Momente und stand dann wortlos auf um zu dem Mädel rüber zugehen. Er begrüßte sie mit einer Umarmung und nahm neben ihr Platz. In JD begann es zu brodeln, auch wenn sie es nicht wollte, mußte sie doch zu geben, dass es sie störte. Was sie nicht sehen konnte, war, dass Izzy dem Mädel den Zettel wiedergab. Er erklärte dem Mädel ,dass er sich nicht melden würde, da er seine Nummer nicht weitergeben durfte. Das Mädel war natürlich enttäuscht, aber Izzy hatte einfach das Gefühl gehabt, genau das tun zu müssen um JD ein Gefühl von Sicherheit zugeben. Er wollte nicht ,dass sie das Gefühl hatte, ihm nicht auf jeder Linie vertrauen zu können und auch wenn es bei einer einfach Freundschaft vielleicht nicht nötig war, Nummern von anderen zurück zu weisen, so war es für ihn von großer Bedeutung. Er verabschiedete sich mit einer weiteren Umarmung von dem Mädel und ging dann wieder zum Tisch. Allerdings saß dort nur noch Gregor. "Sie ist wieder aufs Zimmer gegangen," gab dieser nur knapp von sich und besah Izzy mit einem Blick ,den er nicht deuten konnte. "Hier nimm die Karte und geh ihr nach. Klärt das , nicht das es wieder so wird wie die letzten Wochen", wies Gregor Izzy an und schob ihm die Zimmerkarte rüber. Dieser nickte verstehend und machte sich auf den Weg. Vor der Zimmertür stoppte er kurz um sich zu sammeln. Er wußte nicht was für eine Laune sie jetzt hatte und rechnete damit, dass ihm gleich wohl irgendwelche Gegenstände entgegenkommen würden. Leise und langsam öffnete er schließlich die Tür, doch nichts geschah. Im ersten Moment dachte er, sie sei vielleicht gar nicht da ,aber dann sah er sie auf dem Balkon stehen. Auf den Weg dorthin, hob er einen Stapel Zeitschriften auf, der wohl aus ihrer Laune heraus den Weg auf den Boden gefunden hatte. Leise trat er nach draussen und ging zu ihr. Es kam keinerlei Reaktion von ihr und es verunsicherte ihn. Vorsichtig umarmte er sie von hinten und legte sein Kinn auf ihre Schulter. Schweigend standen sie einige Minuten einfach so da. Dann löste sich JD etwas aus seiner Umarmung um sich zu ihm umdrehen zu können. "Ich hab nach all dem, was du für mich tust, kein Recht so zu reagieren", sprach sie dann entschuldigend und sah Izzy dabei fest in die Augen. Doch dieser schüttelte nur leicht den Kopf. "Nein, ich hätte es einfach lassen sollen," gab er zurück und zog sie wieder an sich. Sie kuschelte sich eng an ihn. Wenn es nach ihr ging, dann würde er nicht wieder gehen, aber das war natürlich nicht möglich. Izzy hatte sein Gesicht in ihrer Halsbeuge versteckt und hauchte ihr immer wieder leichte Küsse in diese. Sie liebte es, wenn er so etwas tat. Es machte sich ein angenehmes Kribbeln in ihr breit und sie konnte die Gedanken an den nun unweigerlich folgenden Abschied etwas verdrängen " Wann das nächste Treffen stattfindet, liegt ganz in deiner Hand," wisperte er ihr leise ins Ohr und er konnte ein leichtes Nicken vernehmen. Ja, es lag an ihr ,wie schnell sie jetzt die organisatorischen Dinge erledigte und die Proben geplant werden konnten. Aber es konnten noch locker 2- 3 Wochen vergehen und dieser Gedanke, ließ ihr Herz schmerzen. Es war eine halbe Ewigkeit bis dahin und sie wußte nicht, wie sie das überstehen sollte. Andererseits wußte sie auch, dass er nicht immer bei ihr sein konnte. Er tat ja jetzt schon alles erdenklich, damit es ihr gut ging. "Danke, dass du hergekommen bist," Flüsterte sie leise und mußte gegen die nun wieder einmal aufkeimenden Tränen ankämpfen. "Das ist doch selbstverständlich," gab Izzy gespielt locker zurück, denn innerlich zog es sich bei ihm zusammen. Er wollte nicht weg und mußte es doch. In wenigen Minuten würde Mikel ihn abholen und dann mußte er wieder warten bis er sie endlich wieder in seine Arme schließen konnte. Sanft legte er eine Hand in ihren Nacken und ihre Blicke trafen sich für einen Moment. Beide lächelten und gaben sich einen zärtlichen und intensiven Abschiedskuss, der wenn es nach Izzy ginge, niemals enden sollte. Sie konnten es einfach nicht lassen, egal wie sehr sie dagegen ankämpften. Ein Räuspern ließ die Beiden auseinander schnellen. Gregor stand in der Tür und grinste beide an. "Ich wollte euch ja nicht stören ,aber Mikel wartet unten auf dich," erklärte er dann seine Störung und ging wieder . Nun war es also so weit, die Trennung stand bevor. "Jetzt ist es wieder soweit," sprach JD seine Gedanken aus und versuchte ein Lächeln zu Stande zu bringen. Mit aufeinander gepressten Lippen ,versuchte Izzy zurück zu lächeln. Es fiel ihm von Mal zu Mal schwerer zu gehen, aber er wußte, dass sie keine Zeit mehr hatten und Mikel deshalb nicht ewig warten würde. "Komm, Babe," sprach er mit belegter Stimme und zog sie noch mal in seine Arme um sie ein letztes Mal zu drücken und ihr zum Abschied einen kleinen Kuss auf die Lippen zu hauchen. "Ich ruf dich an, wenn ich angekommen bin," sprach Izzy dann leise und löste sich von ihr. Sie versuchte stark zu bleiben und nickte nur. Sie konnte jetzt nicht antworten ohne das sie hätte weinen müssen. Langsam ging er los und ihre Finger berührten solange es ging. Izzy drehte sich um und ging durch die Tür. JD folgte ihm bis an die Balkontür. "Izzy?" Sprach sie mit Tränen erstickter Stimme und er drehte sich wieder zu ihr um. " Ja, Babe?" Gab er mit heiserer Stimme zurück und blickte ihr in die Augen, die gefährlich zu glitzern begannen. "Ich werde mich beeilen," wisperte sie und schluckte. "Mach das, ich werde warten," antwortete er leise und lächelte sie mild an. Dann drehte er sich um und verließ das Zimmer. Er wollte nicht, dass sie sah wie sich seine Augen mit Tränen füllten und ihm nun über die Wangen liefen. Er machte sich auf den Weg nach unten, wobei er sich Zeit ließ um sich wieder etwas zu beruhigen, damit Mikel und Gregor, die unten in der Lobby auf ihn warteten, nichts ahnten, setzte er seine Sonnenbrille auf. Er nickte Mikel nur zu und verabschiedete sich schnell von Gregor, der sich auch sofort auf den Weg nach oben machte. Mit schnellen Schritten verließ er das Hotel und stieg in den Wagen. Es tat ihm so wahnsinnig weh, sie so verlassen zu müssen, aber sie hatten keine andere Wahl und seine ganze Hoffnung lag nun darauf, dass JD sich wirklich beeilen würde, die restlichen organisatorischen Aufgaben zu erledigen. Mit einem letzten Blick auf das Hotel fuhren sie schließlich ab.

-95-

JD stand weiterhin auf dem Balkon. Sie ließ ihren Tränen freien Lauf. Er war noch nicht ganz zur Tür raus und sie vermisste ihn schon. Es schmerzte sie so sehr ihn gehen zu sehen. Sie ging zur Balkonbrüstung und sah ihn unten im Wagen einsteigen. Wobei sehen vielleicht nicht der richtige Ausdruck war, denn die Tränen verschleierten ihr immer wieder den Blick. Am liebsten hätte sie ihm herunter gerufen, dass sie ihn doch so sehr brauchte und er bleiben sollte, aber sie brachte einfach keinen Ton heraus. Außerdem hätte es den Abschied auch nicht leichter gemacht, denn ihr war ja klar, dass er wieder zurück zur Band mußte. Eine Hand legte sich vorsichtig auf ihre Schulter und drehte sie um. Gregor blickte sie an und wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht, was sich aber als sinnlos erwies, weil gleich darauf die Nächsten folgten. Mit einem gequälten Lächeln versuchte JD ihr inneres Leid zu überspielen, doch Gregor kannte sie einfach schon zu lange um nicht zu merken, wie sehr sie dieser Abschied schmerzte. Er zog sie wortlos in seine Arme und strich ihr tröstend über den Rücken. Es brauchte einige Zeit ,bis JD sich wieder gefangen hatte und Gregor fragte sich bereits ,ob sie wohl nun wieder in ihre melancholische Art zurückfallen würde. Um so mehr erstaunte es ihn, als sie sich schließlich von ihm löste, ihre Nase putzte, die Tränen aus ihrem Gesicht entfernte und dann mit bestimmtem Ton wenn auch immer noch brüchiger Stimme verlauten ließ, dass sie sich an die Planung machen mußte. Sie ging hinein und nachdem sie sich ihr Gesicht mit kaltem Wasser wieder einigermaßen ansehnlich gemacht hatte und ihre Stimme nicht mehr ganz so brüchig klang, machte sie sich ans Werk. Zuerst rief sie Sarah an. Seitdem die anderen abgereist waren, hatten sie nicht mehr miteinander gesprochen, was allerdings an JD gelegen hatte, weil sie jeglichen Kontakt abgelehnt hatte. Nun war es einfach an der Zeit ,sich bei verschiedenen Leuten zu melden und vor allen Dingen auch zu entschuldigen. Sie hatte ihre Familie einfach hängen gelassen und auch die Show stand immer noch im Raum. Keiner wußte, ob und wie sie jetzt noch stattfinden sollte. Es gab also jede Menge Klärungsbedarf. Nervös suchte sie die Nummer in ihrem Handy und klickte sie an. Das Tuten schien sich endlos in die Länge zu ziehen. Sie wollte schon auflegen, als sie dann doch Sarahs Stimme vernahm. "Hey Sarah," begrüßte JD ihre große Schwester nervös. Sie war sich nicht sicher, wie diese reagieren würde. Doch Sarah freute sich ohne Ende ,dass JD sich endlich meldete. Es war für sie ein gutes Zeichen. Ok, Gregor hatte ihr erzählt, dass Izzy gekommen war, doch sie hatte sich nicht vorstellen können, dass er so viel an ihrem Zustand bewirken konnte. Aber ihr wurde rasch bewußt, dass er sehr wohl einiges bewirkt hatte. Ihre Stimme klang wieder entschlossener und als sie dann noch begann von ihren Showplänen zu berichten, war klar, dass Izzy ganze Arbeit geleistet hatte. JD erklärte, was sie noch machen mußte und Sarah versprach ihr dabei zu helfen. Es mußte einfach schnell gehen ,dass hatte sich JD zum Ziel gesetzt und so nahm sie jede erdenkliche Hilfe gerne in Anspruch.

Izzy hingegen saß im Auto und schwieg, nach wie vor hatte er seine Sonnenbrille auf. Mikel konnte an Izzys Mimik ablesen, dass die Trennung wohl ziemlich an seine Substanz gegangen war und zog es vor vorerst zu schweigen. Izzy starrte hinaus, aber bekam von der an ihm vorbei rauschenden Landschaft nichts mit. Er war mehr damit beschäftigt das Brennen in seinen Augen unter Kontrolle zu bekommen ,da er vor Mikel nicht herum heulen wollte. Sein letzter Blick bevor sie abgefahren waren, hatte er über die Fassade des Hotels gleiten lassen und dabei JD auf dem Balkon entdeckt. Es hatte ihm fast das Herz zerrissen ,sie da oben stehen zu sehen und nicht bei ihr zu sein. Niemals zuvor hatte er solche starken Empfindungen für jemanden gehabt, wie er sie jetzt für JD verspürte. Es kam ihm so vor, als ob die Schmerzen der Trennung doppelt so stark waren ,wie bei Mal davor. Diese Schmerzen machte ihn wütend. Er hatte das Gefühl, sie würden ihn innerlich zerfressen, aber er wußte einfach nicht wie er es stoppen konnte. Sie waren einige Zeit gefahren und Mikel versuchte abzuschätzen, ob Izzy nun ansprechbar war. Er hatte Angst vor seinen Wutausbrüchen und bei der Laune, die er gerade zu haben schien, konnte schon ein einziges kleines Wort reichen, um ihn aus der Fassung zu bringen. Kurz bevor sie am Hotel ankamen überwand Mikel sich doch, denn es lag ihm einfach auf der Seele. "Izzy, auch wenn es dir schwer fällt, du solltest versuchen dir nicht anmerken zu lassen ,dass sie dir so fehlt," begann Mikel vorsichtig. Einen Moment lang zeigte Izzy keine Reaktionen, doch dann schob er seine Brille hoch und guckte Mikel fest in die Augen. "sie werden dich sonst nicht mehr zu ihr lassen ,weil sie eh schon denken, dass du zu abgelenkt und unkonzentriert bist wegen JD," fügte Mikel hinzu und sah dann aus dem Fenster, hoffend, dass Izzy jetzt nicht wie ein Vulkan hoch gehen würde. "Ich werde es versuchen," seufzte dieser schließlich und ließ seine Brille wieder über die Augen gleiten. Verwundert darüber gerade von Mikel, der bis jetzt eigentlich nicht so viele Sympathien für JD hatte aufbringen können, so etwas zu hören ,versank er wieder in seine Gedanken. Mikel staunte , dass Izzy es einfach so zur Kenntnis nahm, und beobachtete ihn noch eine Weile aus dem Augenwinkel.

Als sie am Hotel ankamen, ging Izzy gleich auf sein Zimmer. Er konnte im Moment niemanden um sich haben, allerdings war ihm auch bewußt, das die Ruhe, nicht von langer Dauer sein würde, aber er wollte zumindest eben kurz mit JD telefonieren. Kaum hatte er die Zimmertür hinter sich verschlossen, hatte er auch schon sein Handy in der Hand und wählte ihre Nummer. Es kam ihm vor, als wenn sie sich schon Wochen nicht mehr gesehen und gesprochen hätten und ihm wurde wieder ein Mal bewußt, wie sehr er sie vermisste.

Sie hörte das Telefon klingeln und eilte aus dem Bad. Schnell ging sie ran und wie sie es auch schon erwartet hatte, war es natürlich Izzy. Es legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen, denn bis vor wenigen Minuten fühlte sie sich noch gestresst, da die zu erledigenden Anrufe mehr Zeit in Anspruch nahmen ,als sie zuvor gedacht hatte.

Er ließ sich rücklings aus Bett fallen und lauschte einfach ihrer Stimme. Es war wie Musik in seinen Ohren. Sie berichtete ihm, wie weit sie schon gekommen war und was es für Hindernisse gab, die sie jetzt noch zu bewältigen hatte. Sie klang so voller Tatendrang und Energie. Er konnte an ihrer Stimme hören, dass sie es unbedingt so schnell wie möglich schaffen wollte. Es machte ihn auch ein wenig Stolz, dass er ihr allein mit seiner Anwesenheit hatte helfen können wieder aus dem Tief herauszukommen. Dafür nahm er auch schon fast gerne in Kauf, dass ihm der Abschied so viele Schmerzen bereitete. Für ihn war einfach nur wichtig, dass es ihr gut ging, alles andere war unwichtig. Bei diesem Gedanken kamen ihm wieder Mikels Worte in den Sinn und er begann zu überlegen, was ihm wichtiger war. JD oder die Band?

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